Frische Frucht in Fülle:
Diene Gott und teile mit anderen

Frische Frucht in Fülle: Diene Gott und teile mit anderen © Macu ic/Unsplash
Jesus Christus hat seine Nachfolger mit Fruchtbäumen verglichen. Dieser Vergleich kann uns viele wertvolle Lehren vermitteln.

Im Leben eines Christen sollte die Frucht des Geistes durch das Wirken des heiligen Geistes immer mehr zu erkennen sein. Durch diese geistliche Frucht kommt die Fähigkeit, mit anderen teilen zu können.

Von Don Hooser

In meinem eigenen Garten steht ein Baum mit italienischen Pflaumen. Ich sehe das als einen großen Segen an. Als wir zuerst hierher umzogen, hatte ich keine Ahnung, was für ein Baum das war, bis ich die Früchte sah. In vergleichbarer Weise sind wir für Gott und andere Menschen durch unsere „Früchte“ bekannt (Matthäus 7,16).

Unser Baum ist nicht sehr schön, außer wenn er in voller Frühlingsblüte steht. Aber was zählt, ist Folgendes: Er ist fruchtbar. In den meisten Jahren produziert er reichlich.

Zwei Dinge bereiten mir dabei besondere Freude. Das eine ist der köstliche Geschmack. Wenn diese Pflaumen reif sind, dann sind sie weich, saftig, süß und „wunderbar pflaumig“. Ich kann mich daran wochenlang ergötzen!

Meine andere Freude besteht darin, anderen diese Pflaumen zu schenken. Fast alle lieben diese sagenhaften Früchte. Ich verbringe viele Stunden damit, all die Pflaumen zu ernten, die ich anderen gebe. Ich teile viele Hundert dieser großen Pflaumen aus – an Nachbarn, an Essensausgaben für Bedürftige und an meine Glaubensbrüder. Wie schön, all diese freudigen Gesichter zu sehen!

Lehren durch die Fruchtbäume

Jesus Christus hat seine Nachfolger mit Fruchtbäumen verglichen. Dieser Vergleich kann uns viele wertvolle Lehren vermitteln.

Als Erstes sind die meisten Fruchtbäume im Vergleich zu anderen Bäumen relativ klein und unscheinbar. Die meisten von uns sind ebenfalls nicht sehr ansehnlich.

Das ist aber in Ordnung. Es ist nicht die äußere, sondern die innere Schönheit, die „wertvoll in Gottes Augen“ ist (1. Petrus 3,3-4; Einheitsübersetzung). Gott richtet uns nicht nach dem, „was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz“ (1. Samuel 16,7; Einheitsübersetzung; alle Hervorhebungen durch uns).

Genauso wie ein „guter Baum“ „gute Früchte“ hervorbringt, so erbringt ein gutes Herz gute geistliche Früchte (Matthäus 7,17). Die „Schönheit“ dieser Fruchtbäume ist ihre reiche Produktion an köstlichen Früchten. Gleichermaßen haben wir Schönheit in Gottes Augen, wenn wir gute und viel Frucht hervorbringen (Matthäus 7,17; Johannes 15,5. 8). Gott will Qualität und Quantität!

Diese beiden Ziele und verwandte Prinzipien wurden in unserem Einführungsartikel für diese Reihe „Jesu Christi Gebot an uns: Bringt viel Frucht – gute Frucht“ in der März-April Ausgabe 2008 erläutert.

Was jeder Mensch braucht: Eine geistliche Herzverpflanzung

Aber da gibt es ein Problem, das uns davon abhält, gute Früchte hervorzubringen. Das natürliche „Herz“ bzw. das Denken und die Neigungen des Menschen sind nicht gut! Jesus sagte, dass „von innen, aus dem Herzen der Menschen“, eine lange Folge von Bösem entspringt (Markus 7,20-23).

Als der Apostel Paulus die üblichen Sünden des natürlichen Menschen aufzählte, nannte er sie „Werke des Fleisches“ (Galater 5,19-21).

Dann zählte Paulus die Haupteigenschaften von Gottes Charakter auf, die in uns wachsen, wenn wir seinen Geist in uns empfangen: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit“ (Verse 22-23). Das sind gute Früchte!

Die meisten Menschen weisen einige dieser Tugenden zu gewissen Zeiten auf. Der Charakter einer Person wird aber nie beständig durch diese Eigenschaften bestimmt sein, solange dieser Mensch nicht Gottes heiligen Geist hat.

Tatsächlich ist alle wahre „Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit“ die „Frucht [das Ergebnis und die Wirkung] des Geistes“ (Epheser 5,9; Schlachter-Bibel).

Mancher bringt falsche Frucht hervor

Leider sind wir alle versucht, uns mehr darum zu sorgen, dass wir einen guten Anschein geben und gut klingen, als dass wir uns darum sorgen, gut zu sein. Wir wollen einen guten Eindruck machen, ohne all das tun zu müssen, was erforderlich ist, um ein reines und gottgefälliges Herz zu entwickeln. So etwas ist einfach nur falsche Frucht!

Gott können wir aber nicht hinters Licht führen. Jesus erkannte problemlos die Vorspiegelung falscher Tatsachen durch die Heuchler seiner Zeit. Er verurteilte sie dafür und sagte: „So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht“ (Matthäus 23,28).

Und außer dass er uns vor falschen Früchten in uns selbst warnt, sagt Gott uns auch, dass wir auch bei anderen darauf achten sollten. Er möchte nicht, dass wir in die Irre geführt werden. Die Bibel warnt uns wiederholt vor religiöser Verführung. Jesus sagte: „Seht euch vor vor den falschen Propheten [Lehrer und Prediger], die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ – durch ihre Handlungen im Laufe der Zeit (Matthäus 7,15-16).

Hüten Sie sich vor beeindruckenden Menschen mit leeren Versprechen. Sie sind wie die „Wolken, die vom Wind vorbeigeweht werden und keinen Regen bringen. Sie sind wie Bäume, die zur Erntezeit ohne Früchte dastehen“ (Judas 1,12; Gute Nachricht Bibel).

Unser bester Schutz besteht darin, die Bibel zu kennen. Sie allein hat absolute Autorität, weil sie Gottes Offenbarung ist. Lassen Sie sich nicht von wohlklingenden Reden, die nicht mit Gottes Wort in Einklang stehen, beeinflussen. Diese Frucht ist vergiftet!

Wir müssen uns aber zuerst vor dem hüten, was uns gewöhnlich am meisten verführt – unser eigener Verstand und unser eigenes Herz! „Trügerisch ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt sich mit ihm aus?“ (Jeremia 17,9; Elberfelder Bibel).

Hier ist, was Gott für diese Krankheit verschreibt: „Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben“ (Hesekiel 36,26).

Denken Sie daran, dass Jesus gesagt hat: „Macht den Baum gut, dann ist seine Frucht gut“ (Matthäus 12,33; Elberfelder Bibel). Ebenso wird unsere geistliche Frucht gut sein, wenn Gott uns ein neues Herz gibt.

„Macht den Baum gut, dann ist seine Frucht gut“

Sie sehen deutlich: Der gesamte Baum muss gesund sein, um viele gute Früchte hervorzubringen. Ebenso müssen wir geistlich gesund und unversehrt werden. Wir müssen durch eine Herzverpflanzung, die zu einer völligen Transformation und Bekehrung führt, geheilt werden.

Gott gibt uns ein neues Herz, indem er „den Geist“ in unsere Herzen gibt, damit unsere menschliche Natur allmählich durch seine göttliche Natur ersetzt wird (2. Korinther 1,22).

Wie erreicht Gott das? Wenn Gott mit jemandem zu wirken beginnt, beginnt er damit, dieser Person ein geistliches Verständnis der Bibel zu ermöglichen (1. Korinther 2,10-14).

Dann, durch dieses Verständnis, leitet „Gottes Güte dich zur Umkehr“ (Römer 2,4; Einheitsübersetzung). Was sind Reue und Umkehr? Es ist das Erleben, dass man seine eigenen Sünden erkennt und tief darüber betrübt ist (2. Korinther 7,9-10). Es bedeutet auch, dass wir uns dazu verpflichten, unserem Leben eine neue, umgekehrte Richtung zu geben – von einem Leben des Ungehorsams Gott gegenüber zu einem Leben der Liebe, des Gehorsams und des Dienstes gegenüber Gott. Wir bemühen uns dann zielgerichtet, dies durchzuhalten (Hesekiel 18,30-32).

Sobald ein Mensch Glauben an Gott hat und aufrichtig bereut, sollte er ein intensives Verlangen nach Gottes zwei großen Gaben haben – der Gabe der Vergebung und der Gabe von Gottes Geist.

Der Apostel Petrus erklärte, wie man diese Gaben empfangen kann. Er sagte: „Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen“ (Apostelgeschichte 2,38; Einheitsübersetzung).

Als Petrus von „taufen“ sprach, wussten alle, dass er das Eintauchen in Wasser meinte. Die Taufe symbolisiert, dass die alte Lebensweise abgetötet und begraben wird und der Mensch zu einem „neuen Leben“ aufersteht (Römer 6,4).

Gute Werke sind auch die Frucht eines Gott gefälligen Charakters

Nur Gott kann einen Baum erschaffen und ihm gebührt der Verdienst für die Frucht. Gott fordert uns aber dazu auf, zu arbeiten statt nur zuzusehen.

Wir müssen in Partnerschaft mit ihm konsequent daran arbeiten, diese Frucht zu kultivieren. Und gute Frucht beinhaltet gute Werke. Wir erweisen Gott unsere Liebe durch Werke des Gehorsams und Dienstes.

Vergebung und das Heil können sicherlich nicht durch menschliche Werke erworben werden, aber „der Glaube ohne Werke“ ist „nutzlos“ (Jakobus 2,20). Wir sollen „gute Werke“ tun, damit wir für Gott und andere nützlich sind und nicht „fruchtlos“ (Titus 3,8. 14).

Gute Absichten, Gedanken, Gefühle und Worte sind nicht genug. Wir müssen „Täter des Worts und nicht Hörer allein“ sein (Jakobus 1,22). Christus „ist umhergezogen und hat Gutes getan” (Apostelgeschichte 10,38). Wir sollten seinem Beispiel folgen.

Wir werden danach gerichtet werden, wie wir leben – ob wir entweder den Geist Gottes, der uns zur Verfügung steht, in uns fördern und einsetzen oder ob wir ihn vernachlässigen.

Die große Ernte

Jesus verglich sich mit einem Meistergärtner, der auf eine reiche Ernte hofft. Er warnte aber auch: „Jeder Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen“ (Matthäus 7,19). Er wird abgehauen, weil derjenige, der Zugang zu Gottes Geist hatte, darin versagt hat, Frucht zu bringen.

Jesus fährt damit fort zu erklären, dass religiöse Taten uns nicht erretten können, wenn wir nicht gleichzeitig Werke des Gehorsams gegenüber Gottes Geboten aufweisen: „Nicht alle, die zu mir sagen Herr, Herr, werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die, die auch tun, was mein Vater im Himmel will. Am Tag des Gerichts werden viele zu mir sagen: Herr, Herr! In deinem Namen haben wir prophetische Weisungen verkündet, in deinem Namen haben wir böse Geister ausgetrieben und viele Wunder getan. Und trotzdem werde ich das Urteil sprechen: Ich habe euch nie gekannt. Ihr habt versäumt, nach Gottes Willen zu leben; geht mir aus den Augen!“ (Matthäus 7,21-23; Gute Nachricht Bibel).

Wenn Christus zurückkehrt, werden Sie hoffentlich nicht als ein „unnützer [unfruchtbarer] Knecht“ eingestuft werden (Matthäus 25,30). Stattdessen hören Sie hoffentlich die freudigen Worte: „Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht“ (Vers 23).

Zum Schluss

Als Teil des Abschlusses dieser Reihe über die Frucht des Geistes möchten wir Sie dazu ermutigen, das großartige fünfzehnte Kapitel des Johannesevangeliums zu lesen. Dort spricht Jesus von Herzen zu seinen Jüngern – und von Herzen zu Ihnen.

Er sagt uns: „Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts ausrichten“ (Johannes 15,5).

Wenn der lebensspendende Geist von Christus in Sie einfließt und durch Sie fließt, dann produziert er viel gute Frucht: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22-23; Einheitsübersetzung).

Und wenn Sie viel Frucht haben, dann erfahren Sie auch die Freude, sie an andere weiterreichen zu können.

– Gute Nachrichten März-April 2010 PDF-Datei dieser Ausgabe

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