Leserbriefe unserer Abonnenten
März-April 2006

Leserbriefe März-April 2006 © VKG
Wir freuen uns über die Kommentare unserer Leser, behalten uns aber das Recht vor, alle veröffentlichten Leserbriefe zu kürzen. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.

Ist Jesus gegen die Homosexualität

Wenn ich evangelikale Zeitschriften lese, dann bekomme ich den Eindruck, bei Homosexualität handelt es sich um Pest, Tuberkulose oder eine sonstige ansteckende Krankheit. Papst Benedikt XVI. hat von Beginn seines Pontifikats an nichts Besseres zu tun, als mit allen Mitteln gegen Homosexualität vorzugehen – als ob es in der katholischen Kirche nicht noch viel dringendere Probleme zu bewältigen gäbe. Nun schreiben Sie auch noch einen Artikel zu diesem Thema. Ich bin bewußt Christ und bin auch noch schwul. Ein Widerspruch? Keinesfalls, denn ich weiß mich durchaus von Gott geliebt. Jesus selbst hat nicht ein einziges Wort zu diesem Thema gesagt. Ich für mich weigere mich, anzuerkennen, daß die Bibel in allem und jedem Punkt Gottes Wort ist, das für immer, ewig und für alle gilt.
  • 67346 Speyer

Antwort der Redaktion: Wie andere Taten bzw. Gedanken, die gegen den Willen Gottes verstoßen – wie dieser Wille in der Bibel offenbart wird –, ist Homosexualität weder die Pest, noch Tuberkulose noch eine sonstige ansteckende Krankheit, sondern Sünde. Wir gehen davon aus, daß das Jesuswort in Matthäus 5, Verse 17-18 unter den Aussagen der Bibel ist, die Sie als Wort Gottes ablehnen: „Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.“

Die Gefahren des Mobilfunks

Da Sie eine christliche Vereinigung sind, appelliere ich an Sie, den Wortlaut des „Freiburger Appells“, den ich Ihnen bereits vor einigen Monaten geschickt habe, in Ihrer Zeitschrift zu veröffentlichen. Auf diese Weise können Sie dazu beitragen, daß viele Menschen über die Gefahren des Mobilfunks informiert werden. Ich nehme Sie beim Wort, wenn Sie schreiben, Sie behandeln die Zustände in der heutigen Welt.
  • 72766 Reutlingen

Antwort der Redaktion: Uns ist bekannt, daß es in unserer modernen Gesellschaft diverse Gefahren für die Gesundheit gibt. Wir sind bemüht, die Dinge in einer globalen Perspektive zu sehen. So haben wir das Problem AIDS in Afrika mehrmals behandelt. Die geschätzte Zahl der täglichen AIDS-Toten weltweit liegt bei ca. 7000 Personen. Zum Vergleich: Wie viele Menschen sterben täglich an den Folgen des Mobilfunks? Wir freuen uns über Ihr Engagement für die Volksgesundheit. Wir bitten jedoch um Verständnis dafür, daß wir die Entscheidung darüber, ob, wann und in welchem Umfang wir über bestimmte Gefahren für die Gesundheit berichten, vor dem Hintergrund einer globalen Perspektive zu treffen bemüht sind.

Zu großer amerikanischer Einfluß?

Ich war überrascht, eine so neutral-christliche Zeitschrift zu erhalten, die man wirklich jedem empfehlen kann. Erwartet hatte ich sektiererisches Eiferertum. Erwartet hatte ich – aufgrund Ihres amerikanischen Hintergrundes – auch einseitige Kommentare zur Politik der Bush-Administration. Daß ich mich in all diesen Punkten angenehm enttäuscht fand, läßt zwar immer noch die Möglichkeit offen, daß sich so etwas wie „evangelikaler Fundamentalismus“ hinter Ihrer Organisation verbirgt. Selbst das könnte aber nichts an der Tatsache ändern, daß Gute Nachrichten ein gehaltvoller und in jeder Hinsicht einwandfreier Beitrag zu unserer, ansonsten arg heruntergekommenen, Medienlandschaft ist. Von der Aufmachung her entspricht das Blatt modernen Erfordernissen, ohne sich um jene „Knalligkeit“ bemühen zu müssen, die die Mehrzahl deutscher Zeitschriften abstoßend kennzeichnet.
  • 37441 Bad Sachsa

Ich weiß nicht definitiv, wie sich Ihre Organisation zusammensetzt, aber ich gehe dennoch davon aus, daß sie sich durch Menschen mit dem Ziel des Weltfriedens kennzeichnet. Was mich immer wieder irritiert, sind gewisse Artikel, die mich keineswegs „christlich“ anmuten. Vielleicht unterscheiden sich europäische und amerikanische Zielsetzungen hinsichtlich einer Weltregierung mehr, als es uns im Moment noch bewußt ist. Das Reich Gottes auf Erden läßt sich keinesfalls mit einer amerikanischen Politik nach der Art des George Bush anstreben! Das Etablieren des Reiches Gottes auf Erden wird nicht durch eine irdische Regierung erfolgen, sondern allein durch Christi Wiederkunft. Es wird ein überraschendes und für alle sichtbares Ereignis sein, das aus den Wolken kommt – nicht aus der amerikanischen Regierung!
  • 86470 Thannhausen

Antwort der Redaktion: Die Zeitschrift Gute Nachrichten engagiert sich nicht politisch und ist diesbezüglich völlig unabhängig und neutral. Wir schätzen die Kommentare unserer Leser, die uns bei der Auswertung unseres „Erscheinungsbilds“ eine große Hilfe sind. Zur Klarstellung: Wir sind überzeugt, daß die kommende Weltregierung – das Reich Gottes auf Erden – nicht aufgrund, sondern trotz menschlicher Bemühungen etabliert wird.

Richtige Rechtschreibung

Vor einem Jahr forderte ich Sie auf, die neue Rechtschreibung zu verwenden. Leider konnten Sie sich nicht dazu entschließen. In Ihrer Antwort beriefen Sie sich auf Umfrage-Ergebnisse. Als jemand, der auch nicht gerade die Meinung der Mehrheit vertritt, sollten Sie wissen, daß die mehrheitliche Meinung nicht immer richtig sein muß!
  • 52257 Budenheim

Antwort der Redaktion: Die neue Rechtschreibung wurde 1996 beschlossen und seit 1997 im Unterricht verwendet. In diesen zehn Jahren ist die ursprüngliche Reform mehrmals überarbeitet worden. Unsere Vorgehensweise in dieser Frage hat eine praktische Seite. Unsere Arbeit finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Wir meinen, nicht im Sinne unserer Förderer zu handeln, wenn wir uns bei jeder Änderung der Reform umgestellt hätten. Jede Umstellung kostet zumindest Zeit, und Zeit ist Geld, wie es im Volksmund heißt. Statt dessen warten wir lieber ab, bis die ganze Diskussion vorbei ist und es wieder eine weitgehend einheitliche Rechtschreibung gibt – auch in den Medien. Zur Verwendung der neuen Rechtschreibung teilen wir die Meinung der Frankfurter Rundschau in ihrer Ausgabe vom 21. Dezember 2005: „Wer bisher an der gewöhnlichen Orthographie festgehalten hat, darf sich bestätigt sehen.“


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– Gute Nachrichten März-April 2006 PDF-Datei dieser Ausgabe

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