Was ist eigentlich das
„Gräuelbild der Verwüstung?“

Was ist eigentlich das „Gräuelbild der Verwüstung?“ © Scott Ashley
Der römische Feldherr Titus erfüllte Daniels Prophezeiung 70 n. Chr., als er den Tempel in Jerusalem zerstörte (dargestellt im Foto als Modell). Eine weitere Erfüllung steht noch bevor.

In Jesu Christi bekanntester Prophezeiung sagte er ein „Gräuelbild der Verwüstung“ in Jerusalem voraus. Was bedeutet das? Bei dieser Prophezeiung dient die Vergangenheit zum Verständnis der Zukunft.

Von Tom Robinson

In seiner ausführlichsten Vorhersage zur Endzeit sagte Jesus: „Wenn ihr nun sehen werdet das Gräuelbild der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel . . . alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist“ (Matthäus 24,15-16). Was meinte er damit?

Daniel 11, die längste und genaueste Prophezeiung der Bibel, berichtet im Voraus, was sich in den Weltreichen und Nationen ereignen würde, die in den nachfolgenden Jahrhunderten um die Herrschaft über das Heilige Land konkurrieren würden. Sie beschreibt mit erstaunlichen Details die Herrscher und andere Menschen, die lange nach Daniels Prophezeiung und mehrere Jahrhunderte vor Christus leben würden.

Während eines Großteils der Prophezeiung waren diese Königreiche Syrien im Norden, regiert von den Nachfahren des Seleukus, eines der Generäle von Alexander dem Großen, und Ägypten, das von den Nachfahren des Ptolemäus, auch eines der Generäle Alexanders, regiert wurde. (Weitere Einzelheiten dazu erfahren Sie in unserer kostenlosen Broschüre Die Bibel – Wahrheit oder Legende?.)

Ein böser Herrscher tritt in Erscheinung

An einer Stelle beschreibt die Prophezeiung einen seleukidischen Herrscher namens Antiochus IV., auch als Antiochus Epiphanes bekannt. Daniel 11, Vers 21 sagt: „An seine [Seleukus IV.] Stelle tritt ein verächtlicher Mensch. Ihm überträgt man die Würde des Königtums nicht“ (Einheitsübersetzung). Die meisten syrischen Beamten waren der Ausschweifungen der seleukidischen Herrscher leid und unterstützten den Thronräuber Heliodorus, der den früheren König vergiftet hatte.

Die Prophezeiung sagt dann über Antiochus: „Er kommt aber unversehens und reißt die Herrschaft durch List an sich“ (Vers 21; Einheitsübersetzung). Er legte das, was einige Historiker als „römische Gepflogenheiten“ bezeichnen, an den Tag. Mit sehr viel Schmeichelei gewann er die Hilfe des Nachbarkönigs Eumenes II. von Pergamon und der Offiziellen im eigenen Land, um Heliodorus 175 v. Chr. zu vertreiben und den Thron einzunehmen. Der nächste Vers sagt, dass alle, die in Opposition zu Antiochus standen, hinweggeschwemmt und vernichtet werden würden – und so kam es.

Zu der Zeit herrschte Syrien über das Heilige Land. Unter denen, die „hinweggeschwemmt“ wurden, befand sich einer, der als „der Fürst des Bundes“ bezeichnet wird. Das ist anscheinend ein Hinweis auf einen hellenistischen Juden, der seinen Namen an die griechische Form Jason angepasst hatte und von Antiochus als Ersatz für den Hohepriester über das jüdische System der Anbetung gesetzt wurde. Er wurde von Antiochus nur drei Jahre später durch einen anderen, die griechische Kultur bevorzugenden Abtrünnigen namens Menelaus ersetzt.

Wie die Verse 23-24 (Einheitsübersetzung) zeigen, haben Teile der jüdischen Führung sich mit ihm „verbündet“ und einen Vertrag oder eine ähnliche Vereinbarung mit Antiochus geschlossen. Zuerst drang er mit nur wenigen Streitkräften „friedvoll“ in das Heilige Land ein.

Was umfasste dieses Bündnis bzw. dieser Vertrag? Das apokryphe Buch 1. Makkabäer ist zwar kein Teil der Bibel, bietet uns aber einen historischen Einblick in diese Zeitperiode: „Zu dieser Zeit traten Verräter am Gesetz in Israel auf, die viele [zum Abfall] überredeten. Sie sagten: Wir wollen einen Bund mit den fremden Völkern schließen, die rings um uns herum leben“ (1. Makkabäer 1,11; Einheitsübersetzung).

Und weiter heißt es in einer zusammenfassenden Beschreibung des Berichts: „Denn seit wir uns von ihnen abgesondert haben, geht es uns schlecht. Ihr Vorschlag fand Anklang, und einige aus dem Volk erklärten sich bereit, zum König zu gehen und seine Zustimmung einzuholen. Der König gab ihnen die Erlaubnis, nach den Sitten der übrigen Völker zu leben. Darauf bauten sie in Jerusalem eine Sportanlage, wie sie bei den anderen Völkern üblich war, und ließen sich operieren, damit man ihnen nicht mehr ansah, dass sie beschnitten worden waren. So wurden sie zu Verrätern an dem Bund, den der Herr mit seinem Volk Israel geschlossen hatte. Sie taten sich mit den fremden Völkern zusammen und gaben sich dazu her, alles mögliche Böse zu tun“ (1. Makkabäer 1,11-15; Gute Nachricht Bibel).

Trotzdem haben selbst die abfallenden Gruppen sich zumindest zu der Zeit noch nicht völlig vom jüdischen religiösen System abgewandt.

Antiochus hat die jüdischen Führer jedenfalls bald darauf betrogen, indem er von den Reichen nahm und den Armen gab. Das war aber nur ein vorübergehender Trick, mit dem er versuchte, unter den jüdischen Massen Unterstützung zu finden (Daniel 11,24).

Antiochus lässt seinem Zorn freien Lauf

Dann sehen wir, was 168 v. Chr. geschah, nachdem der König Ägypten besiegt hatte: „Danach wird er wieder heimziehen mit großer Beute und dabei seinen Sinn richten gegen den heiligen Bund; er wird es ausführen und in sein Land zurückkehren“ (Daniel 11,28).

Wie 1. Makkabäer berichtet, wandte er sich gegen die Juden, ermordete viele von ihnen und plünderte den Tempel in Jerusalem, bevor er nach Syrien zurückkehrte (1. Makkabäer 1,20-28).

Danach begann Antiochus einen zweiten Vorstoß gegen Ägypten, war aber diesmal ohne Erfolg, weil eine römische Flotte ihn dazu zwang, den Kampf aufzugeben und die Insel Zypern an Ägypten zurückzugeben. Daniel 11, Vers 30 beschreibt Antiochus’ Reaktion: „Dann wird er gegen den heiligen Bund ergrimmen und danach handeln und sich denen zuwenden, die den heiligen Bund verlassen.“ Antiochus ließ seinen Ärger an den Juden aus; er erwies denjenigen unter ihnen, die ihre Religion ablehnten, besondere Gunst.

Wie 1. Makkabäer erklärt: „Hinterlistig bot er den Einwohnern zunächst Frieden an. Als man ihm Glauben schenkte, fiel er plötzlich über die Stadt her, richtete großen Schaden in ihr an und brachte viele Israeliten um. Er ließ die Stadt plündern und in Brand stecken und die Häuser und Stadtmauern ringsum niederreißen. Frauen und Kinder schleppte man in die Sklaverei und ihren Besitz nahm man als Beute mit. Um die Davidstadt bauten sie eine hohe und feste Mauer mit mächtigen Türmen, damit sie ihnen als Burg dienen konnte“ (1,29-33; Einheitsübersetzung).

Antiochus lehnt Gottes Gesetz ab

Dann kam das Schlimmste. Daniels Prophezeiung warnte vor Antiochus: „Und seine Heere werden kommen und Heiligtum und Burg entweihen und das tägliche Opfer abschaffen und das Gräuelbild der Verwüstung aufstellen“ (Daniel 11,31).

Das Buch 1. Makkabäer enthält die Einzelheiten: „Danach bestimmte König Antiochus durch einen Erlass, dass alle Völker seines Reiches ein einziges Volk bilden sollten. Jedes Volk musste seine besonderen Gebräuche aufgeben. Alle anderen Völker fügten sich diesem Befehl und führten den Gottesdienst ein, den der König angeordnet hatte.

Auch in Israel opferten viele vor den Götzenbildern und entweihten den Sabbat. Der König schickte seine Beauftragten nach Jerusalem und in die anderen Städte Judäas. Sie überbrachten Briefe, in denen er befahl, die neuen Gebräuche einzuführen. Die gewohnten Brand-, Mahl- und Trankopfer sollten eingestellt, die Sabbate und Festtage durch Arbeit entweiht und das Heiligtum und seine Priester durch Einführung abscheulicher Bräuche geschändet werden.

Der König schrieb vor, dass Opferstätten und Tempel für die fremden Götter errichtet werden sollten. Dort mussten Schweine und andere unreine Tiere geopfert werden. Die Leute von Israel durften ihre neugeborenen Söhne nicht mehr beschneiden und mussten alles Mögliche tun, was unrein macht und Gott verhasst ist. Auf diese Weise sollte das Gesetz des Herrn außer Kraft gesetzt werden; niemand durfte mehr seine Vorschriften befolgen. Der König drohte jedem, der seinem Befehl nicht gehorchte, mit der Todesstrafe.

Entsprechende Verfügungen erließ Antiochus für sein ganzes Reich. Er ordnete auch an, dass der Reihe nach in allen Städten Judäas die neuen Opfergottesdienste veranstaltet werden sollten. Er setzte Beamte ein, die darüber wachen mussten, dass seine Anordnungen im ganzen Land befolgt wurden. Viele aus dem Volk Israel schlossen sich den Verrätern an; sie sagten sich vom Gesetz des Herrn los und taten, was dem Herrn ein Gräuel ist. Die treuen Israeliten mussten sich vor ihnen verstecken und in allen möglichen Schlupfwinkeln Zuflucht suchen“ (1,41-53; Gute Nachricht Bibel).

Der Tempel wird entweiht

Dann geschah es: „Am fünfzehnten Kislew des Jahres 145“ (Vers 54; Einheitsübersetzung), was dem Jahr 167 v. Chr. entspricht, „ließ der König auf dem Brandopferaltar den unheilvollen Gräuel aufstellen“ (Vers 54). Das war anscheinend ein heidnischer Altar mit einem Bildnis des griechischen Hauptgottes Zeus, das über dem Altar des Tempels angebracht wurde. Im griechischen Denken entsprach der Gott der Hebräer einfach nur dem Hauptgott des griechischen Pantheons.

Ferner heißt es: „Vor den Haustüren und auf den Plätzen opferte man Weihrauch. Alle Buchrollen des Gesetzes, die man fand, wurden zerrissen und verbrannt. Wer im Besitz einer Bundesrolle angetroffen wurde oder zum Gesetz hielt, wurde aufgrund der königlichen Anordnung zum Tod verurteilt. Sie ließen Israel ihre Macht fühlen und gingen mit Gewalt gegen alle vor, die sie Monat für Monat in den Städten aufspürten. Am fünfundzwanzigsten des Monats [Kislew] brachten sie auf dem Altar, den sie über dem Brandopferaltar errichtet hatten, ein Opfer dar“ (Verse 55-59; Einheitsübersetzung). In der Tat wurden Schweine, die Gott in seinem Gesetz als unrein bezeichnet (5. Mose 14,8), auf seinem eigenen Altar geopfert.

Der Bericht fährt fort: „Frauen, die ihre Kinder hatten beschneiden lassen, wurden auf Befehl [des Königs] hingerichtet; dabei hängte man die Säuglinge an den Hals ihrer Mütter. Auch ihre Familien brachte man um samt denen, die die Beschneidung vorgenommen hatten“ (1,60; Einheitsübersetzung).

Aber wie schrecklich das auch immer war, einige leisteten weiterhin Widerstand. 1. Makkabäer berichtet darüber: „Dennoch blieben viele aus Israel fest und stark; sie aßen nichts, was unrein war. Lieber wollten sie sterben, als sich durch die Speisen unrein machen und den heiligen Bund entweihen. So starben sie. Ein gewaltiger Zorn lag auf Israel“ (1. Makkabäer 1,62-63; Einheitsübersetzung).

Der Bericht fährt mit dem Aufstand der hasmonäischen priesterlichen Familie des Mattathias fort, sein Sohn und Nachfolger Judas Makkabäus eingeschlossen, der keine Kompromisse mit dem Heidentum einging. Am Ende waren die Aktionen dieser Patrioten und ihrer Anhänger zu einem großen Teil dafür verantwortlich, dass die Syrier aus dem Land gedrängt wurden.

Eine spätere prophetische Erfüllung

Wie wir gerade gesehen haben, ist Daniels Prophezeiung über ein Gräuelbild bereits ca. 200 Jahre vor Christus in Erfüllung gegangen. Angesichts der Tatsache, dass das bereits Geschichte war, wie steht es denn mit Jesu Hinweis auf ein kommendes Gräuelbild der Verwüstung? Es gibt nur eine mögliche Antwort auf die Frage. Daniels Prophezeiung muss noch eine zweite Erfüllung haben.

Jesus offenbarte uns die Zeit für die endgültige Erfüllung dieser Prophezeiung in Matthäus 24, als er sagte, was direkt darauf folgen wird: „Denn es wird eine Schreckenszeit sein, wie die Welt sie noch nie erlebt hat und auch nie wieder erleben wird. Wenn diese Zeit der Not nicht abgekürzt würde, würde die gesamte Menschheit umkommen. Doch wegen der Auserwählten Gottes wird sie abgekürzt werden“ (Verse 21-22; „Neues Leben“-Übersetzung; alle Hervorhebungen durch uns).

Das erinnert an einen weiteren Teil von Daniels Prophezeiung, die mit der Endzeit zu tun hat: „Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden . . . Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen“ (Daniel 12,1-2).

Diese schreckliche Zeitspanne der Bedrängnis ereignet sich zum Abschluss dieses gegenwärtigen Zeitalters, kurz vor Christi Wiederkehr, wenn er seine treuen Nachfolger auferwecken wird (1. Thessalonicher 4,15-16). Daniel wurde in der Tat gesagt, dass „von der Zeit an, da das tägliche Opfer abgeschafft und das Gräuelbild der Verwüstung aufgestellt wird“, anscheinend 1290 Tage – ein wenig länger als dreieinhalb Jahre – vergehen werden, bevor die Auferstehung Daniels bzw. der Heiligen erfolgen wird (Daniel 12,11. 13).

Lektionen aus der ersten Erfüllung

Wir können sehr viel über diese endzeitliche Prophezeiung aus dem ursprünglichen Gräuelbild der Verwüstung lernen, das Daniel vorhergesagt hat. Antiochus Epiphanes war ein Vorläufer des endzeitlichen Königs des Nordens. Dabei handelt es sich um einen Diktator, den das Buch der Offenbarung als das „Tier“ bezeichnet.

Zweifellos wird dieser endzeitliche Herrscher die gleiche Art von Täuschung und hinterlistigen Methoden anwenden, die die Herrschaft von Antiochus und vieler seiner Nachfolger, wie Hitler, gekennzeichnet haben. Weiterhin scheint sich aus dem, was wir gesehen haben, und weiteren biblischen Hinweisen zu ergeben, dass der endzeitliche Herrscher, um seine Ziele zu erreichen, Friedensangebote an die Juden der modernen Nation Israel vortäuschen wird.

Das könnte erklären, warum der endzeitliche „König des Südens“, offensichtlich eine islamische arabische Macht, gegen die letzte Tiermacht antreten wird. „Und zur Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten“ (Daniel 11,40). (Weitere Information über den „König des Nordens“ bzw. den „König des Südens“ finden Sie in unserer kostenlosen Broschüre Krisenherd Nahost: Was sagt die Bibel über seine Zukunft?, die Sie bei uns bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen können.)

Welche anderen Parallelen können wir erkennen? Ein Teil des „Gräuels“ beinhaltete das Ende der täglichen Tempelopfer (Vers 31). Daniels Prophezeiung macht aber auch deutlich, dass die Opfer im Zusammenhang mit dem kommenden Gräuelbild der Verwüstung erneut abgeschafft werden (Daniel 12,9-13). Damit diese Prophezeiung erfüllt werden kann, werden anscheinend vor der Rückkehr Jesu erneut ein Altar aufgestellt und Opfer eingeführt werden.

In einer weiteren Parallele entweihte Antiochus den antiken heiligen Tempel, als er dort ein Götzenbild des heidnischen Gottes Zeus errichten ließ und Schweine geopfert wurden. Der endzeitliche Gräuel könnte ebenfalls etwas mit einem Götzenbild zu tun haben. Was wir sicher wissen, ist, dass ein religiöser Führer im „Tempel Gottes“ sein wird, der von sich behauptet, Gott im Fleisch zu sein.

Der Apostel Paulus sagte diesen „Sohn des Verderbens“ in 2. Thessalonicher 2, Verse 1-12 vorher. Sehen wir hier Verse 3-4: „Lasst euch von niemandem verführen, in keinerlei Weise; denn zuvor [vor der Wiederkehr Christi] muss der Abfall kommen und der Mensch der Bosheit offenbart werden, der Sohn des Verderbens. Er ist der Widersacher, der sich erhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott.“

Christus wird diesen religiösen Führer bei seinem zweiten Kommen vernichten (Verse 5-8), aber nicht bevor dieser viele „mit großer Kraft und lügenhaften Zeichen und Wundern“ verführt hat (Verse 9-12). Wie das ursprüngliche Gräuelbild der Verwüstung den Beginn einer Zeit von bis damals unbekannten Schreckens und Leidens eingeleitet hat, wird auch das letzte Gräuelbild eine Zeit des größten Schreckens aller Zeiten einläuten – die „große Trübsal“.

Eine Warnung für heute

Jesus ermahnte seine Nachfolger zur Wachsamkeit (Lukas 21,20). Mit einem Verständnis der ersten beiden Vorkommnisse des Gräuelbildes der Verwüstung können wir nach zukünftigen Ereignissen Ausschau halten:

Bemühungen um die Wiedereinführung von Opferriten in Jerusalem;

der Aufstieg vom „Menschen der Gesetzlosigkeit“, einem religiösen Führer, der behaupten wird, für Gott zu sprechen;

geopolitische Ereignisse, die zur Ansammlung von Armeen um Israel und Jerusalem führen werden.

Gott wird seinen Sohn Jesus Christus abermals zur Erde senden, um die „große Trübsal“ zu beenden, damit so der Selbstmord der Menschheit verhindert wird. Durch die Prophezeiungen der Bibel sind Christen nicht ohne Vorwarnung über diese kommende Zeit.

Wir können dankbar dafür sein, dass Gott verheißt, seinen Sohn auf diese Erde zurückzusenden, damit er in dieser kommenden schrecklichen Zeit der Massenverführung und Zerstörung die Menschheit vor der Selbstvernichtung rettet. Wir können Gott auch für das wunderbare Beispiel derjenigen danken, die an ihrem Glauben festhielten. Sie waren nicht bereit, Kompromisse mit Gottes Weg einzugehen.

Bald werden wir eine Gelegenheit bekommen, in ihren Fußtapfen nachzufolgen, denn Offenbarung 13 beschreibt, wie der endzeitliche religiöse Führer veranlassen wird, „dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden“ (Vers 15). Die kombinierte Macht von Religion und staatlicher Gewalt wird wieder gegen diejenigen eingesetzt, die diese Verführung durchschauen und Gott treu bleiben wollen.

Lassen Sie uns in dem Maße, in dem sich die Ereignisse zunehmend der Erfüllung dieser Prophezeiungen nähern, Gott im Glauben näher kommen und darauf vertrauen, dass er uns Kraft verleihen wird, „zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn“ (Lukas 21,36).

– Gute Nachrichten September-Oktober 2011 PDF-Datei dieser Ausgabe

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