Wie verhelfen Sie Ihrem Kind zum Erfolg?

Wie verhelfen Sie Ihrem Kind zum Erfolg? © Chuck Underwood/Pixabay
Als Eltern sollten Sie sich bewusst sein, dass die Zukunft Ihrer Kinder durch den Einfluss von Menschen bestimmt wird. Die Frage ist: Werden Sie der maßgebliche Einfluss sein?

Manche Eltern lassen die Zukunft ihrer Kinder in zu starkem Maße von den Einflüssen der Gesellschaft formen. Was können Sie selbst tun, um Ihrem Kind zum Erfolg im Leben zu verhelfen?

Von Jerold Aust

Helmut und Anna bemühten sich als junge Eltern, in einer fremden Stadt Wurzeln zu schlagen. Helmut arbeitete im Verkauf, Anna war Friseurin. Als Anna dann mit ihrem ersten Kind schwanger wurde, begannen sie, die Zukunft ihrer Kinder zu planen.

Anna wünschte sich für ihre Kinder Freude am Lesen, weil sie davon überzeugt war, dass Lesen für den Erfolg im Leben besonders vorteilhaft ist. Sie hielt sich an die sprichwörtliche Weisheit, dass Bildung, Erfahrung und Erinnerungen Dinge sind, die niemand uns nehmen kann.

Helmut träumte davon, dass seine Kinder einmal Lehrer werden würden, obwohl er fest entschlossen war, sie ihren Beruf selbst auswählen zu lassen. Sie sollten später das machen, wozu sie Talent hatten, damit ihr Beruf ihnen Freude bringen würde und nicht nur „mühsame Arbeit“ wäre.

Am Ende haben sich die Kinder für ein Studium entschlossen. Nach der Schulausbildung hatten beide Teilzeitstellen und sparten Geld, denn sie wollten die Kosten für ihre Ausbildung selbst verdienen.

Beide schlossen ihr Studium mit Erfolg ab. Niemand in Helmuts oder Annas Familie hatte jemals studiert. Es hat die beiden also überrascht und erfreut, dass ihre Kinder eine akademische Laufbahn einschlagen konnten. Helmut und Anna war klar, dass ein Studium nicht jedermanns Sache ist, doch sie glaubten, dass eine gute Ausbildung ein wichtiger Wegbereiter für den beruflichen Erfolg ihrer Kinder sein würde.

Wir kommen in Kürze noch einmal auf Helmut und Anna zurück und werden sehen, wie sie ihren Kindern dabei geholfen haben, den richtigen Weg einzuschlagen. Zuerst wollen wir aber einige Grundbausteine ansehen, die Ihrem Kind dabei helfen können, Erfolg im Leben zu haben.

Grundbausteine für den Erfolg Ihres Kindes

Als Eltern sollten Sie sich bewusst sein, dass die Zukunft Ihrer Kinder durch den Einfluss von Menschen bestimmt wird. Die Frage ist: Werden Sie der maßgebliche Einfluss sein?

Ohne Anleitung und Führung sind Kinder oft ohne Orientierung und klammern sich an das, was gerade verfügbar ist. Dabei können sie versuchen, den Fußstapfen ihrer Eltern zu folgen. Manche Eltern erwarten sogar, dass ihre Kinder ihren Fußstapfen folgen. Das kann zu Problemen führen, denn nicht alle Kinder haben die gleichen Talente oder Vorstellungen wie ihre Eltern.

Weise Eltern stellen ihren Kindern ein allumfassendes, überspannendes Umfeld zur Verfügung, das sie zum zukünftigen Erfolg führen soll, und machen sie mit einer weit gefassten Auswahl an Möglichkeiten vertraut. Wie der Autor John Maxwell in einem Beitrag für die Zeitschrift Positive Thinking ausführt: „Ein Elternteil zu werden, der seine Kinder nicht als das sieht, was sie sind, sondern als das, was sie sein könnten, erfordert Zeit und Mühe. Das geschieht nicht über Nacht, aber es lohnt sich wirklich. Der Schlüssel zur Verwirklichung liegt darin, dass wir uns auf das Potenzial unserer Kinder konzentrieren“ („Unlock Your Child’s Potential“, Oktober 2002, Seite 27).

Der Erfolg Ihres Kindes wird Schritt für Schritt aufgebaut. Gemäß der alten Weisheit: Es gibt keinen Aufzug zu wahrem Erfolg, sondern jeder muss die Treppe nach oben nehmen.

Die Zukunft eines Kindes wird früh geformt

Als unsere Kinder Säuglinge waren, haben meine Frau und ich beschlossen, dass sie den bestmöglichen Start ins Leben erhalten sollten. Wir hatten gehört, dass ungefähr 80 Prozent aller Denkprozesse bereits im Alter von drei Jahren etabliert sind und 90 Prozent im Alter von 5 Jahren.

Das war für uns ein ernüchternder Gedanke. Wir haben uns deshalb darangemacht, in dieser kurzen Zeitspanne das Bestmögliche für unsere Kinder zu tun. Das fällt in einer Zeit, in der die meisten Eltern sich auf Grundbedürfnisse der Babys, wie sie zu füttern und zu beschützen, konzentrieren, nicht leicht. Zu ihrer Unterhaltung haben wir darauf geachtet, dass unsere Kinder entsprechende Spielzeuge hatten und gelegentlich auch akzeptable Kinderprogramme im Fernsehen zu sehen bekamen.

Der amerikanische Familienberater Dr. Phil McGraw betont die Bedeutung des Elternseins: „Ihre Rolle als Eltern ist die höchste, edelste Berufung, die Sie jemals in Ihrem Leben erfahren werden. Ich glaube zudem, dass Sie dieser Aufgabe gerecht werden können und es auch schaffen, wenn Ihnen das richtige Wissen und die richtigen Werkzeuge für diese wichtige Aufgabe an die Hand gegeben werden. Ich weiß, dass Sie bereits den mächtigsten und wichtigsten Bestandteil zum Erfolg besitzen. Dieser kritische Faktor ist eine bedingungslose und innige Liebe und Hingabe, die Sie für Ihr Kind hegen. Aber es ist viel, viel mehr als Liebe und gute Absichten erforderlich, weil Sie nicht die einzige Einflussquelle im Leben Ihres Kindes sind“ (Family First, 2004, Seite 10).

Was sind die Grundbausteine, die dabei helfen können, Ihren Kindern zu einer erfolgreichen Zukunft zu verhelfen?

Geben Sie Ihren Kindern ein gutes Beispiel

Wenn wir so zurückdenken, dann waren meine Frau und ich gelegentlich erstaunt über einige der Dinge, die unsere Kinder im normalen Verlauf unseres Familienlebens gesagt und getan haben. Uns war bewusst, dass die unfeinen Dinge, die da zum Vorschein kamen, manchmal auf uns zurückzuführen waren. Wir haben das lange diskutiert und beschlossen, das bestmögliche Beispiel für sie zu sein, obwohl auch das natürlich nie perfekt sein würde.

Der Autor und Führungsberater Stephen Covey schreibt: „Gute Familien – sogar großartige Familien – weichen zu 90 Prozent der Zeit vom Kurs ab! Der Schlüssel liegt aber darin, dass sie ein Gespür für die richtige Richtung haben. Sie wissen, was der richtige Kurs ist. Und sie kommen immer wieder auf diesen Kurs zurück“ (The Seven Habits of Highly Effective Families, 1997, Seite 9).

Einen großen Teil unseres Lebens haben wir mit der Erziehung unserer Kinder verbracht. Manche haben sogar gedacht, wir würden unseren Kindern zu viel Zeit widmen, aber wir haben an unserem Kurs festgehalten. Wir wussten, dass sie weit mehr als physische Dinge oder Geld brauchten.

Die Bibel – das Handbuch des Schöpfers für die Menschen – sagt Eltern, dass sie ihre Kinder in der Erkenntnis über Gott und seine Lebensweise verwurzeln müssen: „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst“ (5. Mose 6,5-7).

Obwohl kein Elternteil in dieser Hinsicht perfekt sein kann, werden diejenigen, die ihren Kindern das beste moralische Klima und die beste erzieherische Umgebung schaffen wollen, mit Gottes Anleitungen beginnen. Unvollkommenheit bietet für gedankenvolle und verständige Eltern keine Entschuldigung, wenn es darum geht, ihr Bestes für ihre Kinder zu geben.

Das Leben ist eine Übung, durch die wir lernen, das Richtige statt das Falsche zu tun. Letztlich geht es dabei um unsere Entscheidungen. Wir entscheiden uns, das zu tun, was wir tun. Und wir können uns dazu entscheiden, unseren Kindern das, was richtig ist, beizubringen und durch unser Beispiel vorzuleben.

Ermutigen Sie Ihr Kind zum Lesen und Kommunizieren

Anna hatte als ein Kind, das in der Landwirtschaft aufwuchs, viele Bücher gelesen. Als Kind hatte sie kaum Zugang zum Fernsehen oder anderen negativen Einflussquellen, die durch die modernen Medien oder dicht bevölkerte Großstädte entstehen können. Was sie allerdings hatte, war eine lebhafte Fantasie, die durch die Bücher, die sie las, angeregt wurde.

Mit der Hilfe ihres Mannes wollte Anna in ihren Kindern eine Liebe für Bücher und weit gefächertes Lesen wecken. Sie würden ihren Kindern jeden Abend etwas vorlesen und die aufregenden Geschichten mit ihnen diskutieren, die die Fantasie der Kinder anregten. Dieser frühe Leseprozess hat vielleicht mehr als alles andere zum späteren Erfolg ihrer Kinder beigetragen.

Helmut und Anna haben es ihren Kindern erlaubt, auch Themen zu diskutieren, die andere Eltern vielleicht als peinlich empfunden hätten. Sie sprachen zum Beispiel auch über Sex und Fortpflanzung, und die beiden beantworteten die Fragen ihrer Kinder dabei so genau wie möglich, damit die Kinder nicht die falschen Dinge von Gleichaltrigen und anderen fehlinformierten Quellen erlernen würden.

Da ihnen klar war, dass ihre Kinder jeden Tag viele Stunden ohne direkte elterliche Aufsicht verbringen würden, nutzten sie ihre private Familienzeit dazu, die wichtigen Lebensthemen in Einzelgesprächen zu diskutieren.

John Maxwell gibt im Hinblick auf das persönliche Wachstum innerhalb der Familie folgenden Rat: „Sehen Sie jeden Tag als eine Gelegenheit an, sich selbst weiter zu entwickeln. Lesen Sie Bücher und hören Sie sich CDs zu Themen an, in denen Sie persönlich wachsen möchten. Nehmen Sie an Tagungen teil. Verbringen Sie Zeit mit erfolgreichen Menschen.

Verwandeln Sie Ihr Heim in eine Wachstumszone. Beginnen Sie damit, dass Sie Ihre Kinder jedes Mal loben, wenn diese Lernbegierde an den Tag legen. Geben Sie ihnen die Gelegenheit, neue Erfahrungen zu sammeln. Kaufen Sie Ihnen Bücher und CDs. Zeigen Sie Ihnen, dass Sie Wachstum schätzen“ („Unlock Your Child’s Potential“, Oktober 2002, Seite 29).

Erweitern Sie die Bildungschancen Ihrer Kinder

Wie weit sollte man gehen, um die Bildungschancen der Kinder zu erhöhen? Manche Eltern freuen sich auf die Zeit, wenn die Kinder alt genug sind, um in den Kindergarten zu gehen oder eingeschult zu werden, weil sie mehr freie Zeit für sich selbst haben wollen. Sie halten Kinder für ein Hindernis bei ihrem Versuch, sich selbst auszuleben – eine unnötige und vorübergehende Unterbrechung der großen Bestrebungen des eigenen Lebens.

Wenn ein Mann und eine Frau heiraten, dann gehen sie davon aus, dass sie in fast allem miteinander übereinstimmen. Ihre frühe gemeinsame Zeit, wo sie sich gemeinsam durch kleinere Herausforderungen und Unterschiede durchkämpfen, kann ihnen dabei helfen, ihre Ehe zu festigen. Wenn die Flitterwochen dann vorbei sind, erleben viele eine große Veränderung. Plötzlich tritt ein weiteres menschliches Wesen in ihr Leben ein. Vom Augenblick der Geburt des Kindes an wenden sie ihre Zeit und ihre Aufmerksamkeit dieser neuen Liebe in ihrem Leben zu.

Nun müssen sie mitten in der Nacht aufstehen und sich um ihr kleines Baby kümmern, es füttern und seine Windeln wechseln. Vorbei ist es mit der Zeit, die sie einmal gemeinsam genießen konnten. Nur wenige Stunden Schlaf, Nacht für Nacht, kann viele Eltern zermürben.

Statt des Friedens und der Beschaulichkeit und der ununterbrochenen gegenseitigen Liebe und Freude, die sie einmal miteinander teilten, sind zu viele Paare plötzlich miteinander uneins, entdecken gegenseitige Fehler und streiten auch über das Geschenk, das ihr Leben erfüllt hat. Die Geduld füreinander schwindet; Respekt und Liebe spielen in ihrem Leben nun eine untergeordnete Rolle.

Hinzu kommt noch, dass Eltern dann den Fernseher nutzen, um ab und zu eine Pause in ihrem nun sehr geschäftigen und hektischen Leben einzulegen. Da gibt es dann die Werbesendungen und Fernsehprogramme, die nahelegen, dass es ihnen mit schnelleren Autos, eleganterer Kleidung und unbegrenztem Budget besser gehen würde. Das ist alles unrealistisch, aber es wird geglaubt.

Das Beispiel von Helmut und Anna ist lehrreich. Sie erkannten, dass solche Faktoren sie von ihrem Kurs abbringen könnten. Sie entschlossen sich daher dazu, ihr Leben und das Leben ihrer Kinder unter Kontrolle zu bekommen. Sie begannen, Pläne für die Zukunft ihrer Kinder zu schmieden.

Sie ermutigten ihre Kinder, darüber nachzudenken, was sie nach der Schule machen wollten. Sie haben jedoch nicht versucht, diesen ihre persönlichen Wünsche aufzuzwingen. Sie hatten in keiner Weise die Absicht, den Versuch zu unternehmen, ihr eigenes Leben durch die Kinder noch einmal neu zu leben. Dr. McGraw fügt Folgendes hinzu: „Ein Umfrageergebnis: Vierundachtzig Prozent der Eltern sagten, dass ihre eigenen Eltern zu hohe Erwartungen an sie gestellt hätten und hatten das Gefühl, dass dies bei ihnen als Erwachsene große Ängste ausgelöst hätte“ (Family First, Seite 69). Natürlich können Eltern ihren Kindern für deren künftige Berufswahl Ratschläge erteilen, aber der Sohn oder die Tochter muss die endgültige Entscheidung selbst treffen.

Heute sind Helmuts und Annas Kinder glücklicher, weil sie das tun, was ihnen Freude bereitet und dabei wissen, dass sie in einem verwandten Berufsfeld später vielleicht sogar noch bessere Karrierechancen erhalten könnten. Sie sind nicht in etwas gefangen, das sie nicht bis zum Ende ihres Lebens auch genießen könnten. Und sie haben gelernt, in einer sich ständig verändernden Welt flexibel zu bleiben.

Lehren Sie Ihre Kinder göttliche Werte

Was uns anbelangt, so haben meine Frau und ich unsere Kinder dazu erzogen, die Bibel als moralische Richtschnur zu beachten. Als unser Sohn erst einige Monate alt war, haben wir ihn aufs Bett gesetzt und gebetet. Unsere Kinder haben durch das Gebet von unserer Beziehung zu Gott erfahren. Mittlerweile beten sie selbst mit ihren Kindern.

Elva Anson stellt zur Bedeutung des Gebets in der Familie fest: „Den Kindern das Beten beizubringen sollte so natürlich und leicht sein, wie ihnen das Sprechen beizubringen. Wenn Kinder sprechen lernen, dann ahmen sie einfach die Laute nach, die sie von uns hören. Wenn sie beten lernen, dann erfolgt das nach dem gleichen Prinzip. Wenn wir niemals selbst das Beten gelernt haben, dann haben unsere Kinder auch nichts, was sie nachahmen können“ („Teaching Your Child to Pray“, Positive Thinking, März 2001, Seite 26).

Die Welt, in der wir leben, kann mit gottgefälliger Moral nicht viel anfangen. Begierde, Unehrlichkeit, Drogen, Gewalt und Krieg sind die übliche Kost, von der sich die Menschheit von der Geburt bis zum Tod nährt. Unsere Kinder werden von der unmoralischen Lebensweise dieser Welt von der Zeit ihrer Geburt an überflutet.

Gottgefällige Moral entstammt Gottes Gesetz, insbesondere den Zehn Geboten. Wie vielen Menschen begegnen Sie auf der Straße, im Einkaufszentrum oder bei gesellschaftlichen Anlässen, die wirklich versuchen, gemäß der Zehn Gebote zu leben? Sie brauchen der Mehrzahl der Menschen nur kurz zuzuhören und es wird schnell deutlich, dass Gott in deren Leben fast überhaupt keine Rolle spielt.

Eltern, die ihre Kinder über Gottes Wort und seine Zehn Gebote belehren, sind diejenigen, die dann auch wahren Erfolg erleben und sich daran erfreuen werden. Das ist ein gemeinsamer Nenner für allen wahren Erfolg, selbst in einer Welt, die nicht erkennt, dass Gottes Gesetz im Leben der Menschen wirkt.

Anna und Helmut erzählten ihren Kindern von Gott. Sie lasen ihnen über Persönlichkeiten des Alten Testaments und deren persönliche Kämpfe vor. Sie diskutierten mit ihnen, wie sie die Prinzipien von Gottes Gesetz auf ihr eigenes Leben anwenden könnten.

Helmut und Anna erlaubten ihren Kindern das Fernsehen in Maßen. Dabei saßen sie mit ihnen gemeinsam vorm Fernseher. Sie ließen ihre Kinder entscheiden, was sie sich gemeinsam als Familie ansehen würden, aber mit elterlicher Anleitung. Wenn in der Sendung etwas Anstößiges gezeigt wurde, von dem sie nicht wollten, dass ihre Kinder es nachahmen oder für akzeptabel halten würden, dann besprachen sie das sofort in kurzen Dialogen. Auf diese Weise lernten die Kinder, richtige und falsche moralische Botschaften schnell zu erkennen.

Helmut und Anna wandten diese Methoden in unterschiedlichen Situationen und Umständen an – wenn sie zum Einkauf gingen, mit anderen Kindern auf dem Spielplatz spielten oder am Abend spazieren gingen. Sie widmeten sich der Aufgabe, ihren Kindern gottgefällige Moral, die auf Gottes heiligen und geistlichen Gesetzen beruht, beizubringen. Nun, fest in der Bibel verwurzelt, tun ihre Kinder das Gleiche.

Hören Sie nie damit auf, sich Ihren Kindern zu widmen

Zu guter Letzt sollten Eltern nie damit aufhören, sich ihren Kindern zu widmen. Das heißt nicht, dass sie bei ihren Kindern auch dann noch das Sagen haben sollten, wenn diese bereits erwachsen sind, geheiratet haben und ihre eigenen Kinder erziehen. Eltern sollten aber auch für ihre erwachsenen Kinder da sein und das Geschenk des Großelternseins dankbar annehmen, wenn es kommt. Das ist Gottes Weg, denn Weisheit kommt mit dem Alter, und Mitgefühl und das Verzeihen kommen mit der Erfahrung.

Helmut und Anna waren entschlossen, auch im zunehmenden Alter immer zu versuchen, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Sie wussten, dass Alter und Erfahrung ungeheuere Ressourcen darstellen, von denen die Kinder und Enkelkinder profitieren und an denen sie sich erfreuen können.

Statt nach der Pensionierung sozusagen in Richtung Sonnenuntergang zu verschwinden und sich etwa irgendwo in einer Gegend mit besserem Klima niederzulassen, dadurch aber von ihren Kindern und deren Familien getrennt zu leben, beschlossen sie, dass es keine größere und dauerhaftere Befriedigung gibt, als die Herbstjahre des Lebens mit den Kindern und Enkelkindern gemeinsam zu verbringen.

Natürlich ist nichts falsch daran, Reisen zu unternehmen, irgendwohin zum Wandern oder Golfspielen zu fahren oder irgendeine andere Gelegenheit, die die Pensionierung älteren Eltern bietet, zu nutzen. Aber es stimmt etwas nicht mit Eltern und Großeltern, wenn diese von ihren Kindern und Enkelkindern wegziehen, nur um auf den letzten Drücker noch irgendwo Vergnügungen zu suchen und dann doch nur mit leeren Händen dastehen.

Dr. Covey spricht die schädlichen Auswirkungen an, wenn man die Familie an zweite Stellte setzt und den persönlichen Interessen und der eigenen Karriere den Vorrang gibt. Während einer seiner Vortragsreihen über die Bedeutung von erweiterten Familienbeziehungen sagte er:

„Diese Männer und Frauen [waren] ernüchtert und sehr nachdenklich. Ihr Versagen im Hinblick auf ihr Familienleben hat sie dazu gebracht, ihr eigenes persönliches Leben einmal wirklich unter die Lupe zu nehmen. Als sie das taten, erkannten sie, dass die Familie nicht nur eine Art Nebenveranstaltung ist. Sie bedeutete ihnen stattdessen sehr viel. Und sie begannen zu erkennen, dass ein ,Erfolg‘ in diesem Bereich ihres Lebens keine Frage von bestimmten Techniken und Schnelllösungen war, er beruhte auf langfristigen Prinzipien, die jede Dimension unseres Lebens beherrschen“ (Seite 103).

Es ist wichtig, dass Sie niemals damit aufhören, sich Ihren Kindern zu widmen.

Ihre Kinder können erfolgreich sein!

Vor allem anderen aber ist für Gott die Familie der Hauptzweck für die Menschheit. Und der Erfolg einer Familie bedeutet auch, dass die Kinder erfolgreich sind.

Die Bibel enthält viele Prophezeiungen über die gute Nachricht von dem kommenden Reich Jesu Christi auf Erden. Unter den vielen positiven und ermutigenden Verheißungen Gottes findet sich auch diese, die davon handelt, wie die Familien friedlich zusammenleben werden, wobei mehrere Generationen in unmittelbarer Nähe voneinander wohnen werden: „Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer“ (Hesekiel 37,25).

Sacharja 8, Verse 4-5 fügt hinzu: „So spricht der Herr Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen.“

Die Bemühungen von Anna und Helmut, gute Eltern zu sein, trugen gute Früchte. Auch Ihr Kind kann erfolgreich sein. Als Grundlage für Ihr Handeln können die Tipps in diesem Artikel dienen.

Gott ist für Kinder und für die Familie. Er weiß, dass die Familie sich nach dem elterlichen Vorbild entwickelt. Kinder sind letztendlich sein Geschenk. Als verantwortliche Betreuer von Gottes zukünftigen Söhnen und Töchtern sollen Sie deshalb Ihrem Kind dabei helfen, auch im Sinne Gottes erfolgreich zu sein.

Hilfreiche Tipps für Eltern

Der ehemalige US-Vizepräsident Dan Quayle und die Psychologin Diane Medved haben gemeinsam das Buch The American Family: Discovering the Values That Make Us Strong (1996) verfasst. Hier einige Tipps, wie man erfolgreiche Kinder großziehen kann:

Feuern Sie Ihre Kinder an. Eltern lehren Werte durch ihr Beispiel.

Machen Sie Ihr Zuhause zum Mittelpunkt der Aktivitäten Ihrer Kinder.

Kinder müssen ihre Normen sowohl vom Vater als auch von der Mutter erhalten.

Der Respekt für die Familie ist entscheidend. Lassen Sie Ihre Kinder wissen, dass sie in der Schule die Familie repräsentieren, wenn Sie sie morgens aus dem Haus verabschieden.

Ein geregelter Tagesablauf, wie z. B. die Zeit des Schlafengehens der Kinder, vermitteln ein Gefühl von Ordnung und Sicherheit. Sie helfen Eltern dabei, ihre Autorität aufrecht zu erhalten.

Fördern Sie bei Ihren Kindern eine Liebe für Bildung, indem Sie ihnen vorlesen und ihnen bei den Hausaufgaben helfen. Das fördert die Bildung und hilft auch dabei, die Bindung zwischen Eltern und Kindern zu stärken.

Eltern sollten zu ihrem Wort stehen.

Betonen Sie das Vollenden von Projekten. Das schafft Selbstvertrauen.

Bringen Sie den Kindern Dankbarkeit für besondere Privilegien und Geschenke bei. Ermutigen Sie Ihre Kinder dazu, dankbar zu sein, wenn andere ihnen helfen oder etwas schenken.

Eltern sollten pünktlich sein. Das lehrt Zuverlässigkeit und Respekt vor anderen. Wenn Kinder anfangen, in eine Gewohnheit des Zuspätkommens zu verfallen, können entsprechende erzieherische Maßnahmen angemessen sein.

– Gute Nachrichten September-Oktober 2007 PDF-Datei dieser Ausgabe

Gute Nachrichten
Postfach 301509
D-53195 Bonn

Telefon: (0228) 9 45 46 36
Fax: (0228) 9 45 46 37
E-Mail: info@gutenachrichten.org

Inhaltsverzeichnis ]  Artikel drucken ]  Artikel versenden ] Artikel kommentieren ]


© 1997-2020     Alle Rechte vorbehalten