
Der unersättliche Wissensdurst des Menschen drückt sich durch die Forschung der Naturwissenschaften aus. Gelingt uns damit die Schaffung einer besseren Welt?
Von der Redaktion
Erzieher und Pädagogen sind auf der Suche nach dem Königsweg zu Weltfrieden und globaler Einigkeit. Ihre Parole könnte dabei lauten: „Erziehung im Geiste der Wissenschaft!“ Die Wissenschaft, so heißt es, sei vollkommen neutral, und ihre Errungenschaften würden ohnehin auf der ganzen Welt eingesetzt.
Doch was ist eigentlich dieser „Geist der Wissenschaft“? Kann er uns wirklich Frieden und Eintracht bringen – nachdem alle bisherigen Mittel so gründlich versagt haben?
Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, wie Julius Cäsar und Alexander der Große bei einem guten Wein zusammensitzen und sich gegenseitig ihre grandiosen Misserfolge eingestehen.
„Julius, altes Haus“, würde Alexander sagen, „ich war felsenfest überzeugt, die Lösung für die Probleme dieser Welt gefunden zu haben. ‚Besiege und heirate sie‘ – das war mein Motto. Auf diese Weise, dachte ich, bleibt alles schön in der Familie. Aber weißt du, es war bei Weitem nicht so einfach, wie es aussah. Am Ende hatten wir einen kolossalen Familienzwist!“
Cäsar würde mitfühlend nicken und antworten: „Alex, deine Idee war wirklich golden. Aber die Menschen sind nun einmal wankelmütig. Auf sie ist einfach kein Verlass. Meine Parole lautete: ‚Bring sie mit Hokuspokus auf Vordermann.‘ Mach ihnen weis, du seiest ein Gott – dann hast du ihren Respekt. Tja, nur leider konnte ich nicht einmal meine besten Freunde davon überzeugen, dass ich tatsächlich Gott war.“
So skurril dieses Gespräch auch klingen mag – eines steht fest: Seit jeher haben die bedeutendsten Staatsmänner aller Epochen davon geträumt, eine einheitliche weltweite Superkultur zu schaffen. Doch keinem ist es je gelungen. Weshalb?
Eine Chronik der Fehlschläge
Die Geschichte der Menschheit ist leider eine ununterbrochene Chronik von Herrschern, religiösen Führern, Feldherren und weltfremden Visionären, die buchstäblich jedes Mittel eingesetzt haben – von brutaler Waffengewalt bis hin zur erzwungenen Völkervermischung –, um eine einheitliche „Superkultur“ zu erschaffen.
Tragischerweise legt ebendiese Geschichte zugleich ein unüberhörbares Zeugnis davon ab, dass der Mensch offenbar unfähig ist, die Völker der Erde in dauerhaftem Frieden und echter Eintracht zusammenzuführen.
Man hat Weltsprachen vorgeschlagen, Weltorganisationen gegründet und unzählige politische, militärische, religiöse sowie wirtschaftliche Bündnisse geschlossen – stets in der Hoffnung, die ersehnte Einheit endlich zu erreichen. Doch alles war vergebens. Jeder Versuch scheiterte.
Dennoch hat die Menschheit den Traum nie aufgegeben. Noch immer schwebt ihr die Verwirklichung einer einheitlichen Welt vor. Unermüdlich sucht sie nach Wertbegriffen, die allen Völkern begehrenswert erscheinen, und nach einer universellen Glaubensformel, unter der sich die gesamte Menschheit vereinen ließe.
Die Wissenschaft – so hofft man – könnte die Lösung bringen.
Weltgemeinschaft durch Wissenschaft?
Gerade jetzt, da die ökumenischen und vereinigenden Bestrebungen der Menschheit einen toten Punkt erreicht zu haben scheinen, eröffnet sich eine völlig unerwartete Möglichkeit: Überall auf der Welt sind Wissenschaft und Technik dabei, die Sinne und das Leben ganzer Nationen grundlegend umzuwandeln.
Selbst bei den rückständigsten Völkern regt sich eine wachsende Unruhe – ein drängender Hunger nach Wissen, besserer Gesundheit, höherem Lebensstandard, materiellem Wohlstand und den Freuden des modernen Lebens.
In den weniger entwickelten Ländern schreitet der Fortschritt rasch voran. Alten Traditionen wird nicht länger gestattet, der Entwicklung als Hemmschuh im Wege zu stehen. Eine weltweite technisch-wissenschaftliche Revolution ist im vollen Gange – und ihre beeindruckenden Ergebnisse sind überall sichtbar.
Ganz gleich, wie groß die Unterschiede in Rasse, Ideologie, Gesellschaftsform oder Geschichte auch sein mögen: Die Kulturen dieser Erde sind dabei, sich eine gemeinsame Identität zu formen. Alle Völker teilen dasselbe Streben nach den Gütern, Werten und Errungenschaften des modernen Lebens, die Technik und Wissenschaft hervorbringen. Überall auf der Welt beginnen die Menschen ähnlich zu handeln, ähnlich zu denken – ja, sogar in ihrer Kleidung gleichen sie sich zunehmend an.
Markennamen wie Audi, Apple, Airbus, Coca-Cola, Google, Boeing, Sony, McDonald’s, Volkswagen und Toyota gehören heute zum Sprachgebrauch fast aller Völker der Erde. Schon vor Jahrzehnten hat man die vereinheitlichende Kraft von Wissenschaft und Technik erkannt.
„Das offensichtlichste Ergebnis der Verbreitung von Wissenschaft und Technik ist die Entwicklung gleichartig aussehender Institutionen in der ganzen Welt“, hieß es in einer Veröffentlichung der „National Education Association“.
„Die gleichen Produkte, die gleichen Herstellungsmethoden und das Bemühen der Hersteller, die Lebensumstände so zu gestalten, dass diese Produkte hergestellt und verbraucht werden können, üben einen Einfluss auf die menschliche Gesellschaft aus, der weltweit spürbar ist“ („Education and the Spirit of Science“, ETC: A Review of General Semantics, Jg. 27, Nr. 2, Juni 1970).
Kenneth E. Boulding, früher Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Michigan, machte eine ähnliche Beobachtung. Er schrieb:
„Die Superkultur ist die in der Entwicklung begriffene Weltgesellschaft ... alle Autobahnen [zum Beispiel] sehen gleich aus, alle Chemie-Laboratorien sind dieselben ... und alle Universitäten sind im wahrsten Sinne des Wortes einander gleich.“
Boulding ging näher auf diese Gleichheit ein und führte aus: :
„Jeder Universitätsstudent kann sich an jeder beliebigen Universität der Welt sofort zu Hause fühlen, besonders in seiner eigenen Fakultät. Ein Chemiker kann sich in der chemischen Fakultät der Universität Tokio, Peking, Moskau oder sonstwo einschreiben und dennoch – trotz aller ideologischen Unterschiede – genau dieselbe Chemie erlernen, die er aus seinem eigenen Land kennt.
Es gibt keine kommunistische oder christliche Chemie; es gibt einfach Chemie. Jeder chemische Zweig bildet eine weltweite Gemeinschaft“ („The Interplay of Technology and Values: The Emerging Superculture“, Current Issues in Higher Education, 1969).
Der Geist der Wissenschaft verspricht tatsächlich, nationale und kulturelle Grenzen zu überwinden. Er verspricht, eines Tages alle Menschen dieser Welt in der lang ersehnten Einigkeit zu vereinen und die „Superkultur“ zu verwirklichen, die den gesamten Erdball umspannt.
Wird der Wissenschaft dieser große Durchbruch wirklich gelingen? Halten Wissenschaft und Technik die Lösungen für die drängenden Probleme der Welt in ihren Händen? Steht die Menschheit an der Schwelle zu einem globalen Utopia – oder ist weltweite Einigkeit nur eine weitere Fata Morgana am trüben Horizont menschlicher Sehnsüchte?
Und was ist dieser Geist der Wissenschaft eigentlich?
Was steckt hinter dem Geist der Wissenschaft?
Der „Geist“ einer Sache ist ihre innere Triebkraft – ihr Herz und ihre Seele. Der Geist der Wissenschaft ist daher jene treibende Kraft und jenes Leitmotiv, das die moderne Wissenschaft in ihrem Kern bestimmt.
Eine einflussreiche Definition findet sich in einer Schrift der „Educational Policies Commission“. Dort heißt es, der Geist der Wissenschaft sei „der Geist rationalen Forschens, getrieben von ruheloser Neugier und vom Glauben an die eigene Kraft“.
Einfacher und klarer ausgedrückt: Der Geist der Wissenschaft ist der grenzenlose, optimistische Glaube an die unbegrenzten Fähigkeiten des menschlichen Verstandes – der Glaube, dass wir mit seiner Hilfe jedes Hindernis überwinden und jedes Problem lösen können.
„Großartig!“, mögen viele jetzt denken. Doch bevor Sie zustimmen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn führende Erzieher fordern genau diesen Geist der Wissenschaft als Grundlage aller Lehrpläne – von der Grundschule bis zur Universität.
Wer Kinder und Jugendliche unterrichten will, sollte daher wissen, was er ihnen tatsächlich vermittelt. Deshalb werfen wir nun einen genaueren Blick auf die drei Grundpfeiler, auf denen dieser Geist der Wissenschaft ruht.
Menschlicher Verstand als höchste Autorität
Der Geist der Wissenschaft ist vor allem absolutes Vertrauen in den Menschen. Er betrachtet den Menschen als Krönung der Evolution – als die höchste Intelligenz, die je entstanden ist.
Dieser Geist gewährt dem Menschen bei der rationalen Forschung nahezu unbeschränkte Freiheit. Seine grundlegende Philosophie lautet: Es gibt keine höhere Autorität als den menschlichen Verstand.
Der echte „Denker“ muss daher jede Autorität ablehnen, die seiner Neugier und seinem Forschungstrieb Grenzen setzen will. Kurz gesagt: Die Kernessenz des Geistes der Wissenschaft besteht im uneingeschränkten Glauben an die menschliche Vernunft als letzte und höchste Instanz. Der menschliche Geist wird zum Maßstab des gesamten Universums erhoben.
An dieser Stelle drängt sich unweigerlich die Frage auf: „Und wo bleibt Gott bei alldem?“
Die Antwort, die im Einflussbereich dieses Geistes – besonders gegenüber jungen Menschen – gegeben wird, ist ebenso einfach wie radikal: Gott ist tot. Wo immer der Geist der Wissenschaft die Lehrpläne bestimmt, wird diese Botschaft – offen oder unterschwellig – vermittelt.
Gewissheit – eine Illusion
Doch der menschliche Verstand kann nur das erfassen, was sich mit den fünf Sinnen wahrnehmen lässt: physische, materielle Dinge. Für den Wissenschaftler, der seinen eigenen Verstand als höchste Autorität anerkennt, folgt daraus zwangsläufig:
Das materielle Universum bildet die absolute Grenze allen Wissens – und damit auch die Grenze jeder legitimen Forschung. Alles Übernatürliche wird von vornherein ausgeschlossen.
Doch schon bald stößt der Wissenschaftler auf ein grundlegendes Problem: Seine eigenen Sinne sind unzuverlässig. Durch Erfahrung hat er gelernt, ihnen zu misstrauen. Dies führt ihn zu einer radikalen Erkenntnis: Es kann weder vollkommenes Wissen noch einen vollkommenen Wisser geben.
Folglich wird absolute Gewissheit für unerreichbar erklärt. An ihre Stelle tritt das vorsichtige, unsichere Wort „Wahrscheinlichkeit“.
„Ungewissheit beherrscht die Wissenschaft“, lautet das Credo. Der Wissenschaftler darf niemals behaupten, auf dem festen Boden absoluter Wahrheit zu stehen – das wäre „unwissenschaftlich“ und ein Affront gegen die Vernunft selbst. Alles physische Wissen gilt lediglich als Hypothese, der nur relative Gültigkeit zukommt.
Die zweite zentrale Eigenschaft des Geistes der Wissenschaft ist somit der feste Glaube, dass es keine absolute Gewissheit geben kann. Gewissheit gilt in dieser Weltsicht als Illusion.
Welch ein unglaublicher Blödsinn! Gerade dieser weitverbreitete Agnostizismus ist es, der bei so vielen Jugendlichen dieser Welt tiefe Enttäuschung und Verzweiflung hervorruft.
Stellen Sie sich selbst die entscheidende Frage: „Kann Stabilität und Einigkeit wirklich aus Verwirrung und Zweifel entstehen?“ Niemals!
Das Gesetz der Möglichkeit
In der Wissenschaft gilt die menschliche Vernunft als höchste Autorität. An die Stelle von Gewissheit tritt die Wahrscheinlichkeit. Die Werkzeuge der Wissenschaft sind – wie man offen zugibt – nicht in der Lage, übernatürliches Wissen zu erfassen. Genau deshalb disqualifiziert sich der Geist der Wissenschaft von vornherein, wenn es darum geht, verbindliche Verhaltensregeln oder moralische Maßstäbe aufzustellen.
Der konsequent rational denkende Wissenschaftler lässt solche Überlegungen in seinem Fachgebiet gar nicht erst zu. Sein Reich endet dort, wo das Sein und das Mögliche beginnen. Der Geist der Wissenschaft distanziert sich bewusst von der Frage, was sein sollte.
Der prominente Autor und Sozialkritiker Archibald MacLeish brachte es vor Jahren auf den Punkt: „Nach Hiroshima wurde offenbar, dass die Wissenschaft nicht der Menschheit treu ist, sondern allein der Wahrheit – ihrer eigenen Wahrheit. Nicht das Gesetz des Guten bestimmt sie – also alles Moralische, Anständige und Humane, was Menschen sich als gut vorstellen –, sondern das Gesetz des Möglichen.“
MacLeish betonte, dass die Wissenschaft lediglich wissen müsse, was im Bereich des Möglichen liegt. „Was technisch möglich ist, wird auch getan – ohne jede Rücksicht“ (Saturday Review, 13. Juli 1968, Seite 14).
Genau das ist das Gesetz der Möglichkeit – der eigentliche Leitstern wissenschaftlichen Strebens. Es handelt sich um die dritte wesentliche Charaktereigenschaft des Geistes der Wissenschaft. In einfachen Worten bedeutet sie: absolute Handlungsfreiheit ohne jegliche moralische Verpflichtung.
Wilbur H. Ferry, der frühere Vizepräsident des „Fund for the Republic“, beschrieb diese Haltung mit beißender Klarheit. Er sprach von den „Hohepriestern und Altargehilfen im Tempel der Technik“, die „von der Verfolgung dessen, was sie Wahrheit nennen – in Wirklichkeit aber nichts anderes als obszöne Neugier ist – so gänzlich gefangen sind“ (Saturday Review, 2. März 1968, Seite 50).
Es war eben diese „obszöne Neugier“, die der Menschheit die Atombombe bescherte – jene Waffe, mit der zusammen mit einem halben Dutzend weiterer Mittel heute alles Leben auf der Erde ausgelöscht werden könnte. Dieselbe Neugier brachte die Contergan-Katastrophe hervor. Und noch heute treibt sie die Manipulation des menschlichen Erbguts voran sowie den Versuch, menschliches Verhalten durch implantierte Gehirnsonden zu steuern.
Hier haben wir es also klar vor Augen. Der Geist der Wissenschaft ist ein Geist des Skeptizismus und des Zweifels. Da er das Geistliche ablehnt, kann er nur von kaltem Materialismus durchdrungen sein. Ohne absolute Moralvorstellungen ist er theoretisch weder Moral noch sozialen Überlegungen verpflichtet. Er ist sich selbst Gesetz.
Robert Sinsheimer, Professor für Biophysik am California Institute of Technology, räumte alle sentimentalen Illusionen beiseite, als er unverblümt erklärte, der Wissenschaftler verkörpere heute tatsächlich die Natur – und Gott selbst. Denken Sie einen Moment über diese Aussage nach: Der Wissenschaftler erhebt offen den Anspruch, Gott zu sein.
Und was veranlasst ihn zu einer derart ungeheuerlichen Behauptung? Der Geist der Wissenschaft.
Benötigt: ein neuer Geist
Schauen Sie sich wie König David den Nachthimmel an. Überall sehen Sie vollkommene Harmonie und Präzision – ein System, das über Jahrmillionen in sich selbst ruht.
Stellen Sie diesem Bild nun das Chaos, die Zerstörung und das Elend gegenüber, das der Mensch verursacht hat. Und fragen Sie sich dann ehrlich: Ist es wirklich glaubhaft, dass die menschliche Vernunft alles meistern kann? Natürlich nicht.
Sind wir wirklich so naiv zu glauben, materieller Überfluss würde uns Frieden und Eintracht bringen? Ein schönes Auto in jeder Einfahrt, ein großer Fernseher an der Wand in jedem Wohnzimmer, ein verpflanztes Herz in jeder Brust und eine elektrische Zahnbürste in jedem Mund? All das mag das Leben bequemer machen, doch es heilt keine einzige menschliche Seele.
Und selbst wenn die Wissenschaft eines Tages die Erbanlagen von Mensch, Tier und Pflanze beliebig verändern könnte – welche Art von Einigkeit würde dadurch entstehen? Vielleicht Übereinstimmung in Gewicht, Größe, Augen- und Haarfarbe. Aber was darüber hinaus?
Würde dadurch auch nur ein einziger tiefer Konflikt gelöst? Ließe sich der Nahostkonflikt dadurch beilegen, dass man Juden und Muslime dazu bringt, gemeinsam Algen zu züchten und Abfall in Nahrung zu verwandeln?
Werden die Spannungen in der Welt wirklich nachlassen, wenn eine Nation nach der anderen das technische Wissen zur Nutzung der Atomkraft erwirbt? Natürlich nicht. Im Gegenteil: Jeder weiß, dass dadurch die Gefahren nur noch weiter wachsen würden.
Auch die Migrationsprobleme lassen sich nicht lösen, indem man jedem Eingeborenen eine Satellitenschüssel auf die Hütte setzt, ihm ein Handy in die Hand gibt und einen Elektroherd und einen Kühlschrank in die Küche stellt. Materieller Komfort stillt den seelischen Hunger nicht.
Unbestritten ist, dass die wissenschaftliche Forschung der Menschheit erhebliche materielle Vorteile und technische Fortschritte gebracht hat – vor allem in der Medizin. Dennoch ist Erziehung im Geist der Wissenschaft nicht der ersehnte Messias.
Wann endlich begreifen wir, dass Frieden unter den Menschen keine Frage materieller Besitztümer, sondern eine Angelegenheit des Herzens ist? Der Geist der Wissenschaft beschäftigt sich ausschließlich mit materiellen Dingen. Mit dem Herzen des Menschen hat er hingegen nichts zu schaffen.
Wir verwechseln wissenschaftlichen Fortschritt mit der wahren Bestimmung des Menschen. Diese scheint heute darin zu bestehen, in einem hektischen, niemals endenden Kreislauf zu produzieren und zu konsumieren.
Der englische Philosoph Aldous Huxley traf den Nagel auf den Kopf, als er sagte: „Der technische Fortschritt hat uns lediglich bessere Mittel verschafft, um rückwärts zu gehen.“
Genau aus diesem Grund brauchen wir dringend einen neuen Geist – einen Geist, der das Denken und Fühlen aller Menschen durchdringt: einen Geist der Demut, des Mitgefühls, des Dienens und der aufrichtigen Anteilnahme.
Doch kein Chemielabor, kein technischer Prozess und kein wissenschaftliches Bildungsprogramm dieser Welt ist imstande, einen solchen Geist in den Menschen zu pflanzen. Deshalb können die Menschen die Wissenschaft nicht ausschließlich auf rechte Weise einsetzen, damit sie dem Wohl aller dient.
Letztendlich werden es die durch Forschung entwickelten Waffen sein, die das Überleben der Menschheit bedrohen. Unser himmlischer Vater wird seinen Sohn Jesus Christus als König der Könige und Herr der Herren senden, um den globalen Suizid zu verhindern und die Herrschaft hier auf Erden für immer zu übernehmen (Matthäus 24,21-22; Offenbarung 19,16).
Unter Jesu Führung wird es in der Welt von morgen einen neuen Geist der Wissenschaft geben! Er wird Gott als höchste Autorität anerkennen und alles darauf ausrichten, ihn zu ehren und den Menschen im Sinne der Nächstenliebe zu dienen.