Leben im Weltall: Sind wir allein?

Seit Jahrzehnten wurden viele Milliarden und unzählige Stunden in die Suche nach Leben im Weltall investiert. Was steckt hinter dieser bisher ergebnislosen Suche? Wissen wir, wonach wir wirklich suchen?

Von Dr. Steven Britt

Je weiter die menschliche Zivilisation voranschreitet und je weiter wir in den Kosmos vordringen, desto ohrenbetäubender ist die Stille, die uns entgegenschlägt. Dennoch verkündete der dramatische Leitartikel der Zeitschrift National Geographic vom März 2019 kühn: „Wir sind nicht allein.“ Solch einer Überschrift könnte man entnehmen, dass endlich Beweise für außerirdische Lebensformen gefunden wurden.

Stattdessen liest man dann: „Neue Entdeckungen zeigen, dass wir mit ziemlicher Sicherheit nicht allein im Universum sind“ (Hervorhebung durch uns). Tatsächlich ist jedoch das Gegenteil der Fall. Kein einziger materieller oder experimenteller Beweis deutet auf die Existenz von anderem physischen Leben im Universum hin.

Der Artikel berichtet von der Erforschung des Weltalls und gibt einen aufschlussreichen Einblick in die erstaunlich präzisen Technologien, die zu diesem Zweck entwickelt wurden. In den letzten 60 Jahren haben Regierungen Milliarden von US-Dollar ausgegeben und Wissenschaftler Hunderte von Experimenten durchgeführt. Daraus ging eine unglaubliche Menge an Daten hervor. Unzählige Stunden waren erforderlich, um diese Daten mit menschlichen und computergestützten Ressourcen zu analysieren.

Die Hauptmotivation dabei war die Suche nach außerirdischem Leben. Als Nebenprodukt führte die Forschung auch zu Fortschritten in der Verbrauchertechnologie. Doch anstatt die Existenz außerirdischen Lebens nachzuweisen, wurden umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen, die das Wunder und die Erhabenheit von Gottes Schöpfung offenbaren.

Warum hält sich die wissenschaftliche „Gewissheit“, dass es außerirdisches Leben geben würde, so hartnäckig, obwohl es hierfür keine Beweise gibt? Woher kommt die Faszination des Menschen für das Leben außerhalb unseres Planeten? Gibt uns die Bibel überhaupt Auskunft über andere Lebensformen im Universum? In der von unserem Schöpfer inspirierten Heiligen Schrift finden wir überraschende Antworten auf unsere Fragen.

Was macht einen Planeten „bewohnbar“?

Die von National Geographic beschriebenen Entdeckungen basieren auf dem Einsatz des Weltraumteleskops Kepler, mit dessen Hilfe Exoplaneten – Planeten außerhalb unseres Sonnensystems – identifiziert werden sollen. In den letzten zehn Jahren hat die Mission beeindruckende Ergebnisse erbracht. Die Kepler-Analyse konzentrierte sich auf einen kleinen Bereich des Weltraums, der 150 000 Sterne enthält, und entdeckte etwa 4000 Exoplaneten. Dies ist ein enormer Fortschritt. Wenn man bedenkt, dass die erste nachweisbare Entdeckung eines Exoplaneten im Jahr 1995 – also vor gerade einmal 27 Jahren! – erfolgte, ist dies ein enormer Fortschritt.

Inzwischen sind sich die Wissenschaftler weitgehend einig, dass die Feinabstimmung unseres Universums für das Leben hervorragend funktioniert. Physisches Leben könnte überhaupt nicht existieren, wenn bestimmte Konstanten wie die relativen Stärken der verschiedenen Kräfte oder die Expansionsrate des Universums auch nur geringfügig anders wären. Bei der Erforschung von Exoplaneten wird immer deutlicher, dass sich unsere Erde für das Leben bestens eignet.

Das Leben auf der Erde ist existenzfähig und taucht oft in den unmöglichsten Lebensräumen auf, die unser Planet zu bieten hat. Aber im Vergleich zu der rauen Umgebung des Weltraums wird deutlich, dass das Leben, um zu existieren, genau die richtigen Bedingungen braucht. Niemand erwartet, im leeren Vakuum zwischen Planeten und Sternen, auf der unvorstellbar heißen Oberfläche eines Sterns oder in der erdrückenden Schwerkraft eines schwarzen Lochs lebende Organismen zu finden. Nur unter ganz bestimmten Bedingungen wird Leben auf anderen Planeten als existenzfähig angesehen.

Doch über diese Bedingungen herrscht weitgehend Uneinigkeit. Deshalb ist eine Einstufung der derzeit bekannten Exoplaneten als „bewohnbar“ höchst spekulativ. Das Wort selbst beschwört das Bild einer erdähnlichen Umgebung herauf, aber in seiner gegenwärtigen astronomischen Verwendung geht es um grobe Parameter, die keineswegs garantieren, dass Leben tatsächlich existieren könnte. Dabei handelt es sich zwangsläufig nur um Werte, die wir von der Erde aus mit dem Teleskop messen können. Dazu gehören die Entfernung eines Planeten von seinem Stern und die Intensität der von seinem Stern ausgehenden Strahlung und Wärme.

Weitere relevante Faktoren sind die Größe, die Art seiner Umlaufbahn und die Zusammensetzung des Planeten. Einige Himmelskörper sind beispielsweise so an ihren Stern gebunden wie unser Mond an die Erde, was bedeutet, dass immer nur eine Seite des Planeten Licht empfängt. Dies würde, im Gegensatz zu den viel milderen saisonalen Temperaturen auf unserer Erdoberfläche, Hitze- und Kälteextreme bedeuten.

Die fortwährende Untersuchung von Exoplaneten führt dazu, dass die Wissenschaftler immer mehr spezifische erdähnliche Kriterien zur Bestimmung der Bewohnbarkeit hinzufügen. Es wird auch spekuliert, dass es die besten Chancen für Leben auf einem Planeten mit einer felsigen Oberfläche, einer weder zu dicken noch zu dünnen Atmosphäre und flüssigem Wasser auf der Oberfläche gibt.

Wendet man all diese Faktoren auf die etwa 4000 uns bekannten Exoplaneten an, reduziert sich die Zahl der möglicherweise „bewohnbaren“ Planeten drastisch auf etwa ein Dutzend. Aber selbst das ist trügerisch, denn es kann eine ganze Reihe derzeit unbekannter Faktoren geben, die verhindern, dass Leben auf einem Planeten tatsächlich existieren kann.

Warum das Beharren auf Aliens?

Der dramatische Kontrast zwischen der Anzahl der Sterne im observierbaren Universum (Milliarden von Billionen!) und der Anzahl, für die wir tatsächlich die Zeit und Mittel haben, sie mit einem Teleskop zu beobachten, ist überwältigend. Aufgrund dieser Beschränkung haben wir keine andere Wahl, als nach allgemeinen Mustern zu suchen, aus denen wir Rückschlüsse ziehen können. Infolgedessen beruhen viele endgültig klingende Behauptungen über die großen unsichtbaren Weiten des Universums auf massiven Spekulationssprüngen.

Vor diesem Hintergrund legen die zuverlässigsten verfügbaren Interpretationen der Auswertungen des Kepler-Teleskops über eine relativ winzige Ecke des Universums nahe, dass es allein in unserer Milchstraßengalaxie Milliarden bewohnbarer Planeten geben sollte. Dabei ist unsere Galaxie nur eine von Billionen Galaxien im Universum!

Der Evolutionsgedanke verkündet mit Bestimmtheit, dass es außerirdisches Leben geben müsste. Wenn das menschliche Leben lediglich ein kosmischer Zufall sein soll, ein biochemisches Nebenprodukt eines komplexen physikalischen Systems, dann wäre es in einem Universum, das groß genug ist, unvermeidlich, dass sich dieser Zufall unzählige Male auf vielen verschiedenen Planeten wiederholt haben müsste. Und nicht nur das, es müsste auch viele Zivilisationen geben, die der unseren weitaus überlegen sind.

Man geht davon aus, dass menschliches Leben mit menschlicher Intelligenz nicht von einem Schöpfer einzigartig entworfen und gestaltet wurde, sondern ein Zufallsprodukt im Laufe der Zeit sei. Ausgehend von dieser Annahme gilt es als absurd zu denken, dass der Mensch die erste intelligente Spezies war, die sich in den langen Äonen eines unfassbar ausgedehnten Universums entwickelte!

Betrachten wir den rasanten Fortschritt unserer eigenen Zivilisation, sei es in den letzten 200 Jahren seit der industriellen Revolution oder sogar in den letzten 20 Jahren der digitalen Revolution, ist es unmöglich sich vorzustellen, wozu eine außerirdische Rasse mit einem Entwicklungsvorsprung von nur ein paar tausend Jahren fähig sein könnte – ganz zu schweigen von Millionen von Jahren. Doch nach der typischen säkularen Sichtweise gilt die unausweichliche Schlussfolgerung, dass dies im gesamten Universum die Norm sein soll und dass wir überall, wo wir hinschauen, weitverbreitete und hoch entwickelte Zivilisationen finden sollten.

Die immensen materiellen und menschlichen Ressourcen, die für die Suche nach solchem Leben aufgewendet werden, sind Ausdruck des Glaubens. Doch dieser Glaube wurzelt in der Evolution, die eigentlich eine unerkannte falsche Religion ist.

Wo sind sie denn alle?

Die gewaltige Pracht von Gottes Schöpfung ist erst in jüngster Zeit durch leistungsfähige Teleskope sichtbar geworden. Diejenigen, die an einer gottlosen Sicht des Universums festhalten, stellt dies jedoch vor ein frustrierendes Dilemma: „Wenn es außerirdisches Leben gibt, warum konnten wir dessen Existenz bis jetzt nicht nachweisen?“

Diese Frage wurde 1950 von dem Astrophysiker Enrico Fermi gestellt und ist als „Fermi-Paradoxon“ bekannt. Nachdem eine tiefere Erforschung des Himmels zahllose Sterne in jeder Richtung offenbart hatte, kam die säkulare wissenschaftliche Welt zum Schluss, dass es, wenn die Evolution wahr sein würde, keinen logischen Grund für die Sichtweise gäbe, dass intelligentes Leben auf die Erde beschränkt sein sollte.

1961 entwickelte der Astrophysiker Frank Drake eine Gleichung zur Erfassung der zahlreichen Variablen, die die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben bestimmen. Die Drake-Gleichung, wie sie später genannt wurde, zielt auf die Vorhersage ab, wie viele intelligente Zivilisationen wir im Universum erwarten sollten. Sie umfasst Parameter wie die Sternentstehungsrate, den prozentualen Anteil der Sterne, die von Planeten umgeben sind, sowie die Anzahl dieser Planeten in einem bewohnbaren Abstand von ihrem Stern und dergleichen mehr.

Nach Drakes ursprünglicher Berechnung zu einer Zeit, als viele dieser Parameter nur geschätzt werden konnten, gingen die Wissenschaftler davon aus, dass es zwischen tausend und einer Million hoch entwickelter Zivilisationen allein in unserer Milchstraße geben sollte!

Für viele dieser Parameter konnte Drake sich jedoch auf keine Daten stützen, die auf Beobachtung beruhten. Es dauerte danach immerhin 34 Jahre, bis der erste Exoplanet entdeckt wurde. Aber modernere Projekte wie das Kepler-Teleskop sollen zu genaueren Schätzungen führen, womit nunmehr Millionen hoch entwickelter Zivilisationen möglich sein sollen. Die verschiedenen Schätzungen – ob die alten oder neuen – sind aber nach wie vor sehr spekulativ.

Inzwischen hat sich die geschätzte Anzahl der Sterne im beobachtbaren Universum um eine Vielzahl von Größenordnungen erhöht. Damit steht bei der Suche nach außerirdischem Leben noch mehr auf dem Spiel, jedoch ohne dass sich das Fermi-Paradoxon lösen ließe. Das liegt aber nicht daran, dass man sich nicht darum bemüht hätte!

Die Suche nach Leben an den falschen Orten

Drake war ein Pionier des Projekts „Search for Extraterrestrial Intelligence“ (SETI, „Suche nach extraterrestrischer Intelligenz“) und führte das erste Experiment zum Aufspüren außerirdischer Radiowellen am Nationalen Radioastronomie-Observatorium in Green Bank, West Virginia, durch. Nach Angaben des SETI-Instituts haben Astronomen in aller Welt mehr als 100 solcher Experimente durchgeführt, darunter auch ein 20-jähriges SETI-Projekt der NASA, für das der US-Kongress 1993 schließlich keine weitere Finanzierung bereitstellte.

Die öffentliche Aufmerksamkeit erregte das Berkeley SETI Research Center mit seiner seit 1999 erhältlichen Software „SETI@home“. Sie wurde berühmt, weil sie es Einzelpersonen ermöglichte, die Leistungsfähigkeit ihrer PCs zu Hause dem SETI-Forschungszentrum zur Verfügung zu stellen. Die Software hat weltweit mehr als 1,7 Millionen Helfer und nutzt die Leerlaufzeit ihrer Computer, um die gesammelten Datenberge zu analysieren.

2015 brachte der Milliardär Yuri Milner neuen Schwung in die Sache, indem er mehrere Hundertmillionen US-Dollar in seine sogenannten „Breakthrough Initiatives“ investierte, eine Sammlung von Projekten, die alle auf die Entdeckung außerirdischen Lebens abzielen. Der SETI-Gruppe in Berkeley und anderen teilnehmenden Einrichtungen wurden 100 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren für ein Projekt namens „Breakthrough Listen“ [„Durchbruch-Hören“] zur Verfügung gestellt. Das Projekt nutzt nun das „Green Bank Observatory“ – ehemals Teil desselben nationalen Radioastronomie-Observatoriums, das Frank Drake vor fast 60 Jahren verwendete.

Aufgrund der unvorstellbaren Entfernungen innerhalb unserer eigenen Galaxie gelten nur solche Signale, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, als geeignete Mittel, um andere Zivilisationen zu entdecken. Obwohl die Signale aus Tausenden, Millionen oder sogar Milliarden von Lichtjahren Entfernung stammen und ebenso viele Jahre für ihre Übermittlung zur Erde notwendig wären, geht man davon aus, dass sie uns mit viel größerer Wahrscheinlichkeit erreichen als dass außerirdische Lebensformen zur Erde reisen.

Das ursprüngliche SETI-Projekt durchsuchte den Äther nach bewusst gesendeten außerirdischen Signalen über das elektromagnetische Spektrum, einschließlich der Radiofrequenzen. Radiosignale sind in erster Linie für die Übertragung von Musik und Fernsehen bekannt. Deshalb können wir davon ausgehen, dass sie eigentlich eine Form von unsichtbarem Licht sind. Bei der Nutzung auf der Erde fühlt sich ihre Übertragung blitzartig an, da sie sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Aber selbst bei Lichtgeschwindigkeit brauchen sie viel Zeit, um die Sterne zu erreichen.

Unsere eigenen Funkübertragungen auf der Erde werden zunehmend durch Glasfaserkabel ersetzt, die ebenfalls Licht als Informationsträger nutzen. Diese sind aber weitaus weniger störanfällig, da sie durch ein spezielles Kabel und nicht über die Luft übertragen werden. Dennoch sind Funkübertragungen für die interstellare, d. h. nicht sichtbare Kommunikation die beste Methode, die die Menschheit bisher entdeckt hat. Wir nutzen sie, um Signale zu verschiedenen Raumschiffen zu senden und Signale von ihnen zu empfangen.

Da die Suche jahrelang erfolglos blieb, wurden weitere Möglichkeiten zur Nutzung von Lichtsignalen entwickelt. Frühere Versuche konzentrierten sich auf die Erkundung eines bewusst gesendeten Signals einer fortgeschrittenen außerirdischen Zivilisation. Doch inzwischen suchen die Wissenschaftler selbst nach Anzeichen rudimentärer außerirdischer Mikroben, indem sie das sichtbare und infrarote Licht, das von fernen Planeten reflektiert wird, auf die erhofften indikativen Hinweise auf außerirdisches Leben erforschen.

Das ist jedoch keine leichte Aufgabe. Es gibt einen Grund, warum es so lange gedauert hat, ferne Planeten zu entdecken, und dieser Grund erschwert weiterhin den Fortschritt. Sterne sind nämlich viel heller als die Planeten, die sie umgeben. Stellen Sie sich vor, Sie versuchen die Details einer Briefmarke zu erkennen, die aus der Ferne auf einen hellen Scheinwerfer geklebt wurde. Schon die Wahrnehmung dieser Briefmarke ist eine enorme Herausforderung!

Um das Licht eines fernen Sterns auszublenden und das Licht der umliegenden Planeten sichtbar zu machen, erfordert die Entdeckung von Planeten daher hochpräzise Techniken. In den meisten Fällen sind selbst unsere modernsten Teleskope dieser Herausforderung nicht gewachsen. In Erwartung der derzeit gebauten nächsten Generation von Teleskopen, entwickeln Wissenschaftler theoretische Ansätze in der Hoffnung, endlich bessere Bilder von Exoplaneten für die Analyse einfangen zu können.

Mit Hilfe solcher Bilder kann das eingefangene Licht anhand der für bestimmte Atome und Moleküle bekannten Spektralmuster analysiert werden. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise feststellen, ob ein Planet große Mengen an Methangas oder Wasser enthalten könnte. Diese Art der Analyse von Exoplaneten führt dazu, dass sie als „erdähnlich“ oder „Supererden“ bzw. mit anderen vagen Formulierungen bezeichnet werden. So soll auf subtile Weise die Vorstellung verstärkt werden, dass sie Leben beherbergen, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt.

Die größte Hoffnung gilt der Entdeckung von Planeten, die erhebliche Mengen an Sauerstoff enthalten. Sauerstoff ist für viele – wenn auch nicht für alle – Lebensformen auf der Erde lebenswichtig. (Es gibt eine Menge anaerobe Organismen, die keinen Sauerstoff benötigen.) Vom Standpunkt der Entdeckung außerirdischen Lebens aus betrachtet, ist Sauerstoff ein hochreaktives Element, das sich normalerweise nicht ohne eine treibende Kraft anreichert. Würde man in der Atmosphäre eines Planeten sowohl Sauerstoff als auch Methangas nachweisen, könnte dies ein Hinweis auf biologische Aktivität sein.

Die anderen Durchbruchsinitiativen von Yuri Milner konzentrieren sich auf weitere Möglichkeiten zur Erforschung des Universums mit dem ausdrücklichen Ziel, Kontakt zu intelligenten Außerirdischen aufzunehmen. Er hat weitere 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, mit denen ein Raumschiff entwickelt werden soll, das sich mit 20 Prozent der Lichtgeschwindigkeit durch den Weltraum bewegen kann (fast 1½ mal um die Erde pro Sekunde!). Ferner hat er ein Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar für die beste Gestaltung eines Signals ausgelobt, welches ins Universum gesendet werden könnte. Weitere Millionen sind für die Suche nach neuen Exoplaneten vorgesehen und zuletzt für die Zusammenarbeit mit der NASA zur privaten Finanzierung einer Sonde, die auf den Monden des Saturns nach Leben suchen soll.

Es erübrigt sich zu sagen, dass viel Geld, Zeit und Forschung in dieses gewaltige Unterfangen investiert werden. Ein so hoher Einsatz drückt die große Zuversicht aus, dass es positive Ergebnisse geben wird.

Unerwähnt bleibt dabei, dass diese immer tiefgründigeren und exotischeren Methoden bei der Suche nach außerirdischem Leben eigentlich ein Scheitern der evolutionären Vorhersagen hinsichtlich des Universums bedeuten. Die Suche nach außerirdischem Leben hat sich in den letzten 60 Jahren von der Erwartung, Signale einer fortgeschrittenen Zivilisation zu entdecken, zu der verzweifelten Hoffnung gewandelt, auch nur die winzigste Spur von rudimentärem Leben zu entdecken, das in irgendeinem fernen Abgrund verborgen ist! Es bleibt abzuwarten, was diese andauernde Suche letztendlich offenbaren wird.

Wir werden aber sicherlich nicht an jeder intergalaktischen Ecke auf intelligente außerirdische Spezies stoßen. Im Gegenteil: Die Forscher scheinen nicht einmal den sprichwörtlichen Boden des kosmischen Fasses zu finden. Und das verursacht gleichermaßen ein beunruhigendes Unbehagen bei weltlichen Denkern, Wissenschaftlern und Philosophen.

Ausreden und noch mehr Ausreden

Spekulationen, um nach so vielen enormen Anstrengungen und Kosten das peinliche Fehlen eines Nachweises für außerirdisches Leben zu beschönigen, gibt es zuhauf. Anstatt zuzugeben, dass die Erde tatsächlich der einzige Planet im Universum ist, auf dem Leben existiert, gehen viele von anderen Gründen aus, warum wir kein außerirdisches Leben finden können.

In einem Artikel des Wirtschaftsmagazins Forbes mit dem Titel „What If It’s Just Us?“ [„Was ist, wenn es nur uns gibt?“] wirft Ethan Siegel einen weitaus objektiveren Blick auf das völlige Fehlen der gesuchten wissenschaftlichen Beweise. Siegel setzt sich mit der Neigung von Wissenschaftlern und durchschnittlichen Bürgern auseinander, das Thema zu romantisieren und darüber zu fantasieren: „Wenn es um die Frage nach außerirdischem Leben geht, gehen die Menschen optimistisch davon aus, dass das Universum vielseitig ist. Wenn überall die gleichen Umstände anzutreffen sind und die gleichen Regeln gelten, ist es dann nicht eine schreckliche Verschwendung der Weite des Alls, wenn wir ganz allein wären?“ (3. April 2019).

Ist die Zivilisation der anderen einfach so weit fortgeschritten, dass sie sich nicht um unsere bescheidene Existenz kümmert, so wie wir auch nicht versuchen würden, mit Ameisen auf unserem eigenen Planeten „Kontakt aufzunehmen“? Oder haben intelligentere Lebewesen erkannt, dass die Interaktion mit anderen im Universum gefährlich ist und vermieden werden sollte? Oder haben hoch entwickelte Kulturen die Tendenz, Technologien zu entwickeln, die zu ihrer eigenen Zerstörung führen, wie es derzeit bei der Menschheit anscheinend der Fall ist?

Siegel: „All diese Ansätze lassen in der Regel die nahe liegendste Möglichkeit aus, nämlich, dass es im gesamten Universum außer uns kein intelligentes Leben gibt.“ Es gibt aber noch eine weitaus nahe liegendere Möglichkeit, die aber so gut wie nie in Betracht gezogen wird!

Ist da draußen jemand? Und warum sind wir hier?

Wir staunen immer wieder über die wunderschönen Bilder des Universums, die wir jedes Mal sehen können, wenn ein Teleskop in eine neue Richtung gedreht wird. Ja, der Mensch möchte mit der Entdeckung von Außerirdische nicht allein die Evolution bestätigen. Das mag zwar der oberflächliche Grund sein, aber der tiefere, unausgesprochene Drang ist eine Suche nach dem Sinn und Zweck unseres Lebens. Die Suche geht allerdings in die falsche Richtung. Wir haben das Bedürfnis zu wissen, dass wir nicht allein im Universum sind, dass wir Teil von etwas Größerem als wir selbst sind. Aber wo finden wir das?

Wenn wir in den Himmel schauen, stellen wir die Frage: Ist da draußen jemand? Und die klare und unmissverständliche Antwort lautet: Ja! Der Schöpfergott, der uns alle geschaffen hat, und zwar zu einem großen Zweck, ist da draußen! Israels König Salomo schrieb, dass Gott „die Ewigkeit in ihr [der Menschen] Herz gelegt“ hat (Prediger 3,11).

Wir spüren, dass es im Leben mehr gibt als das, was wir sehen. Wir haben eine angeborene Sehnsucht nach einer Verbindung zu dieser Ewigkeit. Wir sind jedoch nicht in der Lage, diese Verbindung durch unsere eigenen Anstrengungen zu finden, weder durch wissenschaftliche noch durch andere. In der Bibel finden wir eine Offenbarung göttlichen Wissens, und ihre Wahrheit ist die einzige Quelle, die diese Sehnsucht angemessen stillen kann!

Viele sehnen sich verzweifelt danach, einer hoch entwickelten außerirdischen Rasse zu begegnen, aber nur wenige bedenken, dass unser Schöpfer selbst eine außerirdische Lebensform von höchster Intelligenz und Macht ist! Und nicht nur das: Er hat auf unterschiedliche Weise bewusst Kontakt mit einzelnen Menschen – z. B. den Propheten – aufgenommen. Diese haben ihre unglaublichen Begegnungen mit ihm und seine Worte aufgeschrieben. Er vollbrachte Wunder für das Volk Israel, die die damalige Welt in Schrecken versetzten. Er sandte andere Geistwesen, die als Engel bekannt sind, auf die Erde, um seinen Willen auf verschiedene Weise auszuführen.

Schließlich kam der Schöpfer des Universums sogar selbst auf die Erde, um sich persönlich zu offenbaren. Er kam als Jesus, „das Wort“, das ewig als Gott mit Gott, dem Vater, existierte und durch das alle Dinge geschaffen wurden: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Johannes 1,14; Johannes 1,1-3). Das, was wir heute das Neue Testament nennen, enthält Augenzeugenberichte seines Lebens, seines Todes und seiner Auferstehung – und doch stößt es weitgehend auf taube Ohren.

Anders als bei unserer Suche nach nicht existierenden außerirdischen Signalen, haben wir uns als Menschheit geweigert, die eindeutigen, wiederholten und unbestreitbaren Signale unseres liebenden Schöpfers zu hören. Die Wahrheit über die Existenz des Menschen steht auch im Mittelpunkt der Suche nach außerirdischem Leben. Die Bibel lehrt uns, dass das menschliche Leben nicht ein kosmischer Zufall eines kalten, gefühllosen Universums ist, sondern die einzigartige, bewusste Schöpfung eines liebenden Gottes, der die Hand ausstreckt, um mit Ihnen zu kommunizieren und eine Beziehung zu Ihnen aufzubauen!