Der Teufel geht in die Kirche

Der Teufel ist vielleicht viel näher, als man meint. Die Bibel offenbart, dass er die ganze Welt verführt. Dazu gehören sogar Kirchen und deren Geistliche. Sind auch Sie vom Teufel getäuscht worden?

Von Steve Myers

Ob man es glaubt oder nicht, Satan spielt eine große Rolle in der Religion. Er ist sehr daran interessiert, was in den Kirchengemeinden passiert. Oft meint man, dass der Teufel irgendwo da draußen ist. Aber ist uns bewusst, dass er vielleicht viel näher ist, als wir meinen? Haben Sie schon einmal daran gedacht, dass Satan vielleicht in Ihre Kirche kommen könnte? Kann es sein, dass der Teufel einen Weg in Ihre Kirche gefunden hat?

Gottes Wort sagt uns in Offenbarung, Kapitel 12, Vers 9: „Der große Drache wurde hinuntergestürzt [aus dem Himmel]! Er ist die alte Schlange, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde hinuntergestürzt mit allen seinen Engeln“ (Gute Nachricht Bibel; alle Hervorhebungen durch uns).

Wie viele Menschen auf der Welt sind Opfer von Satans Verführung und Betrug geworden? Gott sagt: die ganze Welt. Und das schließt seine Täuschungen in der Religion mit ein. Wer der Bibel glaubt, sollte erkennen, dass Satan sogar Kirchen verführen kann! Woran können Sie erkennen, ob Satan in Ihre Gemeinde eingedrungen ist?

Vermischung von Wahrheit und Irrlehre

Die Bibel enthüllt schon auf den ersten Seiten einige der Methoden Satans. Erinnern wir uns an die Geschichte im Garten Eden, wo Satan zu Eva sagte: „Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?“ (1. Mose 3,1). Satan widersprach Gott mit den Worten: „Ihr werdet keineswegs des Todes sterben“ (Vers 4).

Das war eine Lüge. Man könnte sie sogar als teilweise wahr ansehen, da Adam und Eva nicht sofort tot umgefallen waren, als sie von der verbotenen Frucht aßen. Aber in dem Augenblick, in dem sie der Sünde verfielen, war ihnen der Tod als Lohn gewiss.

Die Täuschung war also da. Sie nahmen vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Er stand für die Entscheidung über Gut und Böse, die sie unter dem Einfluss Satans trafen und die zu einer verdrehten Moral über Wahrheit und Lüge führte. Satan hat die Menschen im Laufe der Geschichte dazu gebracht, Gottes Worte falsch zu verstehen, indem er viele Halbwahrheiten verbreitete und immer noch verbreitet. Er will, dass wir Entscheidungen treffen, die uns von der Wahrheit Gottes wegführen.

Vielleicht werden Sie jetzt denken: „Ich lasse mich nicht täuschen; meine Kirche irrt sich nicht!“ Doch wie wir bei Satans erstmaliger Berührung mit der Menschheit sehen, ist er nicht immer nur bösartig. Satan hat einen Plan, eine Strategie, und in 1. Petrus, Kapitel 5, Vers 8 sehen wir einen weiteren Teil dieser Strategie: „Euer Feind, der Teufel, schleicht um die Herde wie ein hungriger Löwe. Er wartet nur darauf, dass er jemand von euch verschlingen kann“ (Gute Nachricht Bibel).

Die meisten haben schon einmal Natursendungen gesehen, in denen Löwen bei der Jagd gezeigt wurden. Sie verstecken sich, sind gut getarnt, nutzen die Gunst der Stunde und schlagen dann zu. In der gleichen Weise agiert Satan, auch wenn es nicht immer offensichtlich ist. Er ist hinterlistig, raffiniert und listig.

Auf diese Weise hat er in der Tat versucht, Jesus Christus zu Beginn seines irdischen Wirkens zu hintergehen. Vielleicht kennen Sie die Geschichte in Matthäus 4: Christus fastete 40 Tage und Nächte, und Satan kam zu Jesus und versuchte, ihn zu verführen. Er führte Jesus aus der Wüste in den riesigen Tempelkomplex von Jerusalem und tat dann etwas Schockierendes.

Er zitierte die Heilige Schrift und forderte Christus auf, herunter zu springen, indem er Psalm 91, Verse 11-12 zitierte: „Denn Gott wird dir seine Engel schicken, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Sie werden dich auf Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein stoßen“ („Hoffnung für alle“-Bibel).

So steht es in der Tat in der Heiligen Schrift. Aber wollte Gott, der Vater, dass Jesus aus einer gefährlichen Höhe springt, nur um seinen Standpunkt zu beweisen? Er hat zwar den Schutz der Engel versprochen, aber damit war nicht Schutz vor Selbstgefährdung gemeint!

Hier sehen wir also, wie Satan das heilige Wort Gottes in einer völlig falschen und bösen Weise darstellt und damit versucht, Jesus Christus ein Bein zu stellen. Das ist die Strategie Satans. Der Teufel stellt das Wort Gottes absichtlich falsch dar. Er weiß mit der Heiligen Schrift umzugehen, aber er verdreht sie. Er reißt sie aus ihrem Kontext, er verändert ihre Bedeutung.

Deshalb ist es wichtig, sich zu fragen: Wie gut kenne ich die Heilige Schrift? Kenne ich sie gut genug, um etwas zu beweisen? Kann ich begründen, was ich glaube, und die Wahrheit sagen?

Wenn die Bibel in einer Diskussion zur Sprache kommt, geht das Gespräch oft in diese Richtung: „Hm, sagt die Bibel nicht irgendwo etwas darüber? Steht da nicht so etwas drin?“ Oder: „Ja, ich glaube, das könnte in der Bibel stehen.“ Und allzu oft ist es aus dem Zusammenhang gerissen, paraphrasiert, falsch zitiert oder steht sogar im Widerspruch zu dem, was die Bibel wirklich sagt.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Der Teufel kennt die Bibel. Aber er verdreht sie.

Das hat er mit Jesus getan und das tut er auch mit den Kirchengemeinden. Man sollte die Bibel besser kennen und in der Lage sein, sie richtig anzuwenden, sonst wird man Opfer von Betrug und Irreführung. Ein erschreckender Gedanke, nicht wahr?

Satan propagiert ein falsches Evangelium

Es ist interessant, dass Satan bereits zur Zeit der Apostel in die Kirche eindrang. Der Apostel Paulus schrieb an die Gemeinden in Galatien: „Ich wundere mich sehr über euch. Gott hat euch doch in seiner Gnade das neue Leben durch Jesus Christus geschenkt, und ihr kehrt ihm so schnell wieder den Rücken. Ihr meint, einen anderen Weg zur Rettung gefunden zu haben? Doch es gibt keinen anderen! Es gibt nur gewisse Leute, die unter euch Verwirrung stiften, indem sie die Botschaft von Christus ins Gegenteil verkehren wollen“ (Galater 1,6-7; „Hoffnung für alle“-Bibel).

Paulus wusste, dass Satan hier in die Gemeinde eingedrungen war. Er verkündete ein ganz anderes Evangelium, eine falsche Botschaft. Lehrt Ihre Kirche also die wahre Botschaft Jesu Christi?

Was genau war die Botschaft, die Christus verkündet hat? Es ist die Botschaft Gottes an die Menschheit. Es ist die gute Nachricht von Gottes Absicht und Plan. Es bedeutet, dass die Menschheit der Erlösung bedarf und dass Gott von uns erwartet, dass wir von der Sünde umkehren, das Opfer Jesu Christi annehmen, seinen Geboten gehorchen und an sie glauben, und dass wir uns nach der Wiederkunft Christi sehnen, um sein Reich auf Erden zu errichten, damit wir in die Familie Gottes hineingeboren werden.

Inzwischen ist Satan in die Kirchen eingedrungen, um seinen Einfluss auszudehnen und die Dinge durcheinander zu bringen. Und leider ist manches von dem, was unter dem Namen Christentum bekannt ist, ein falsches Evangelium.

Wer hat schon einmal folgenden Text im Gottesdienst gehört? Er ist sehr aussagekräftig: „Der Herr, euer Gott, verlangt von euch nur das eine, dass ihr ihn ernst nehmt, seinen Weisungen folgt und ihn mit ganzem Herzen und mit allen Kräften liebt und ehrt. Lebt nach seinen Geboten und Anordnungen, die ich euch heute verkünde! Wenn ihr das tut, wird es euch gut gehen“ (5. Mose 10,12-13; Gute Nachricht Bibel).

Hören Sie in Ihrer Kirchengemeinde viel über den Gehorsam gegenüber Gottes Gesetzen? Für Jesus Christus war das sehr wichtig. Er sagte: „Was nennt ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?“ (Lukas 6,46; vgl. Matthäus 5,19; 7,21; 19,17). Die wahre Religion verlangt den Gehorsam gegenüber den Geboten Gottes. Gott gab uns diese Gebote zu unserem Besten.

Satan macht sich Emotionen und fehlgeleitete Gefühle zunutze

Ja, Satan geht in die Kirche und man muss auf der Hut sein, um diesen Einfluss zu erkennen. Man könnte meinen: „Es ist schön, in meine Gemeinde zu gehen.“ Und nach dem Gottesdienst hat man ein gutes Gefühl und ist froh, dass man nicht in langweiligen Formalitäten gefangen ist, wie das in manchen Kirchen der Fall ist.

Es ist verständlich, dass man sich nach einer harten Woche positiv fühlen und emotional aufrichten will, was auch gut so ist. Aber worum geht es eigentlich bei der Anbetung Gottes? Geht es um Großbildleinwände, Popmusik mit biblischen Texten und geselliges Beisammensein?

Wahre Anbetung ist so viel mehr als nur Gefühl und Unterhaltung. Satan liebt es, falsche Gefühle zu wecken und sie als Mittel der Verführung zu nutzen. Ist alles, was sich gut anfühlt, auch wirklich gut für uns? Erinnern wir uns daran, dass Satan Adam und Eva überredete, vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, um das Falsche als das Richtige erscheinen zu lassen (siehe Sprüche 14,12; 16,25). Heute geht er in die Kirche, um zu täuschen, Jesu Botschaft zu verdrehen, irrezuführen und sogar die Anbetung Gottes im Gottesdienst zu verdrehen.

Denken wir an unsere beliebten religiösen Feste, Weihnachten und Ostern. Findet sich in der Bibel ein Hinweis darauf, dass sie überhaupt zu feiern sind? Nein. Aber welche Feste werden in der Bibel erwähnt? Gottes eigene heilige Tage. Ja, Gott ist es wichtig, wann wir ihn anbeten. Gehen wir an einem Tag unserer Wahl zum Gottesdienst oder am biblischen Sabbat (der, wie unser Schöpfergott erklärt, von Freitagabend bis Samstagabend dauert)? Auf diesen Tag bezog sich Jesus, als er sagte, er sei „Herr des Sabbats“ (Markus 2,28).

Erinnern wir uns, was mit Adam und Eva geschah. Sie wurden verbannt und von Gott getrennt. Vergessen wir nicht: Satans wirksamstes Werkzeug ist die Täuschung.

Gott warnt vor der großen Täuschung

Der Apostel Paulus warnte den jungen Prediger Timotheus, „dass in den letzten Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen“ (1. Timotheus 4,1).

Haben Sie einen Geistlichen schon einmal etwas sagen hören, was nicht ganz mit der Bibel übereinstimmt? Wie haben Sie darauf reagiert? Haben Sie es einfach hingenommen? Haben Sie es ignoriert? Was haben Sie getan?

Paulus spricht in seinem nächsten Brief an Timotheus eine weitere deutliche Warnung aus: „Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen von der gesunden Lehre nichts mehr wissen wollen. Sie werden sich nach ihrem eigenen Geschmack Lehrer aussuchen, die ihnen nur nach dem Munde reden. Und weil ihnen die Wahrheit nicht gefällt, folgen sie allen möglichen Legenden“ (2. Timotheus 4,3-4; „Hoffnung für alle“-Bibel).

Was für eine eindringliche Erinnerung! Der Teufel erzählt eine spannende Geschichte. Sie klingt glaubwürdig. Und sie enthält sogar einige wahre Elemente. Denn Satan liebt es, Dinge zu vermischen. Er liebt die Vermischung des Bösen mit dem Guten, die Vermischung der Wahrheit mit Irrtum. Das mag überzeugend sein, und seine trügerische Macht macht es noch überzeugender, aber in Wirklichkeit ist es Fiktion – eine tödliche Fiktion.

Satans geistliche Sendefrequenz

Im Epheserbrief, Kapitel 2, Vers 2 wird uns gesagt: „Ihr habt gelebt, wie es in dieser Welt üblich ist, und wart dem Satan verfallen, der seine Macht ausübt zwischen Himmel und Erde. Sein böser Geist beherrscht auch heute noch das Leben aller Menschen, die Gott nicht gehorchen“ („Hoffnung für alle“-Bibel). Satan ist ein einflussreicher und kontrollierender Geist, der auf die Menschheit einwirkt, um eine Atmosphäre des Bösen zu schaffen und gegen Gott zu rebellieren.

Er hat eine Art geistliches WLAN geschaffen, und genau wie die Luft, die uns umgibt, durchdringt es unsere Welt. So wie die Luft mit Handysignalen, Fernseh- und Radiowellen gesättigt ist, versucht der Teufel, unseren Geist zu beeinflussen, indem er uns auf sein eigenes mobiles Netzwerk, seine böse Frequenz und seine dunklen Signale einstellt. Satan sättigt die Welt kontinuierlich mit seinem verführerischen geistlichen Programm des Egoismus, der sündigen Gesinnung und der falschen Denkweisen. Und unser Verstand ist dafür nur allzu empfänglich.

Das Ergebnis ist, Satan beeinflusst die Menschen – auch Kirchen! – so, dass sie Gott und sein Gesetz missverstehen und schließlich ablehnen. Der Apostel Paulus warnt in 2. Korinther, Kapitel 11, Vers 14, dass „Satan sich selbst in einen Engel des Lichts verwandelt“. Er liebt die Maskerade. Er liebt das Spiel, sich zu verkleiden, sich zu verstellen.

Ja, sein Einfluss hat den Anschein von Religion, den Anschein von Güte und den Anschein von Gerechtigkeit. Das stimmt aber nicht. Die Weltreligionen, eingeschlossen das abgewandelte Christentum unserer Zeit, sind auf dem falschen Fundament gebaut – dem Fundament der Täuschung durch Satan.

Vielleicht sind Sie nicht davon überzeugt, dass Satan in die Kirche geht. Doch hier ist etwas, worüber es sich nachzudenken lohnt. Wie viel hören wir heute in den christlichen Kirchen über die Sünde? Oder über ihre Folgen? Viele meinen, vielleicht ist das alles gar nicht so schlimm. Aber die Bibel sagt uns, Sünde bedeutet, Gottes Gesetz zu brechen: „Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit“ (1. Johannes 3,4; Elberfelder Bibel). Sünde ist also das Überschreiten von Grenzen, die Gott festgelegt hat.

Dennoch lehren viele, dass es bei Jesus nur um Liebe und Gnade ging. Aber das ist ein unvollständiges Bild. Als Christus einen Mann auf wundersame Weise heilte, sagte er zu ihm: „Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!“ (Johannes 5,8). Ist das alles, was er sagte? Nein. Jesus sagte ihm auch: „Sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre“ (Vers 14).

Nur etwa 25 Jahre später musste sich der Apostel Paulus mit der falschen Vorstellung auseinandersetzen, dass wir, indem wir Gottes Gnade der Sündenvergebung erfahren durften, weiterhin sündigen dürfen. An die Christen in Rom schrieb er diesbezüglich:

„Was sollen wir nun sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wie sollten wir in der Sünde leben wollen, der wir doch gestorben sind?“ (Römer 6,1-2).

Trotz dieser klaren Aussagen Jesu und seines Apostels verführt der Teufel manche heutige Christen zu glauben, dass wir, wenn wir Jesu Sühneopfer angenommen haben, das Gesetz Gottes nicht halten müssen. Man sieht, nur die wahre Botschaft Jesu Christi erzählt die ganze Geschichte.

Das Volk Gottes soll nach Gottes Art und Weise leben. Und immer dann, wenn wir nicht nach Gottes Maßstäben leben, entscheiden wir uns für die Rebellion. Das ist Sünde, die für Gott inakzeptabel ist. So ist aber die menschliche Natur, die durch den zerstörerischen Einfluss Satans geprägt ist.

Die Natur Gottes oder die Natur des Menschen?

Paulus warnte im Galaterbrief, Kapitel 5, Verse 19-21: „Gebt ihr dagegen eurer alten menschlichen Natur nach, ist offensichtlich, wohin das führt: zu sexueller Unmoral, einem sittenlosen und ausschweifenden Leben ... Feindseligkeit, Streit ... Neid, Trunksucht, Fressgelage ... Ich habe es schon oft gesagt und warne euch hier noch einmal: Wer so lebt, wird niemals in Gottes Reich kommen“ („Hoffnung für alle“-Bibel).

Was sagt Gott uns damit? Sünde ist eine schlimme Sache! Und wenn man Christus nachfolgen will, sollte man sich Gedanken machen, wie man die menschliche Natur in seinem Leben überwinden kann.

Es gibt eine Lösung – Umkehr. Aber es ist wichtig zu verstehen, was damit gemeint ist. Reue ist das aufrichtige Bedauern darüber, dass man gegen Gottes Gesetze verstoßen hat, und die Abkehr von der Sünde. Es bedeutet, sich ganz auf Gott zu verlassen und wirklich umzudenken, sodass sich auch das eigene Verhalten ändert.

Man beginnt mehr und mehr zu erkennen, was an der Sünde so schlecht ist und was an Gott, an seinen Gesetzen und daran, wie er lebt, so gut ist. Und man ist dankbar für das große Opfer Jesu Christi für unsere Sünden.

Wird in Ihrem Gottesdienst wahre Reue gelehrt? Sie ist absolut notwendig! In Apostelgeschichte, Kapitel 26, Vers 20 heißt es: „Die Menschen sollten sich von der Sünde abwenden, zu Gott umkehren und durch ihr Leben zeigen, dass es ihnen damit ernst ist“ („Hoffnung für alle“-Bibel). Die Bibel sagt, dass Gehorsam der Beweis für Reue ist. Wenn wir also Gott gehorchen, zeigen wir, dass unsere Reue aufrichtig ist.

Das ist natürlich das Letzte, was Satan von uns will. Er will nicht, dass wir uns ändern. Aber wir können seinen Einfluss überwinden und aufhören, uns seiner Kontrolle zu unterwerfen.

Gottes Gebote oder menschliche Tradition?

Apostelgeschichte Kapitel 2, Vers 38 unterstreicht diesen Punkt. Dort wird uns gesagt, wie wir die Kraft von Gott erhalten, die wir für die Veränderung brauchen: „Kehrt um, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des heiligen Geistes empfangen“ (Zürcher Bibel).

Was ist damit gemeint? Manche glauben, dass man den heiligen Geist empfängt, indem man Jesus einfach in sein Herz bittet. Oder man verlässt sich auf ein Gefühl, das einem sagt, dass man den Geist Gottes hat. Vielleicht hat ein Pastor uns gesagt, dass wir den Geist Gottes haben. Oder vielleicht glaubt man es einfach.

Möglicherweise sind Sie einem Weckruf gefolgt und waren so bewegt, dass Sie Ihr Leben dem Herrn übergeben wollten. Vielleicht haben Sie einen kleinen Abschnitt in der Bibel gelesen und im stillen Gebet Gott um die Vergebung Ihrer Sünden gebeten und sich von da an als gerettet betrachtet.

Sind all diese Ideen und Erfahrungen wirklich schlecht? Für viele Menschen scheinen sie gut und richtig zu sein. Aber der Teufel hat seinen Fuß in der Tür, selbst wenn es um die Idee geht, Gottes Geist zu empfangen. Wie ist das möglich? Vergleichen wir diese Vorstellungen mit dem, was die Bibel wirklich sagt.

In Apostelgeschichte, Kapitel 8, Vers 17 wird uns deutlich vor Augen geführt, wie ein Mensch den Geist Gottes empfängt: „Als ihnen die Apostel nach dem Gebet die Hände auflegten, empfingen sie den heiligen Geist“ („Hoffnung für alle“-Bibel). Hier werden Menschen beschrieben, die glaubten und getauft wurden, aber um Gottes Geist zu empfangen, mussten ihnen noch die Hände aufgelegt werden.

Wenn ein Geistlicher Jesu Christi nach der Taufe über dem Täufling betet und ihm die Hände auflegt, dann bedeutet das, dass ein neu getauftes Glied der Gemeinde von Gott ausgesondert wird. Dies entspricht der Art und Weise und dem Augenblick, in dem der heilige Geist empfangen wird.

War dies auch bei Ihnen der Fall? Praktiziert Ihre Gemeinde das Handauflegen nach der Taufe zum Empfang des heiligen Geistes – oder eine menschliche, d. h. nicht biblische Tradition? Christus war sehr deutlich, wenn es um menschliche Traditionen ging, als er sagte: „Nichtig ist, wie sie mich verehren; was sie an Lehren vortragen, sind Satzungen von Menschen. Das Gebot Gottes lasst ihr außer Acht und haltet fest an der Überlieferung der Menschen“ (Markus 7,7-8; Zürcher Bibel).

Wenn man die Geschichte liest, erfährt man, was wirklich im Laufe der Zeit geschehen ist. Man sieht, dass die Verschmelzung gottloser Symbole und Taten, menschengemachter Feste und Rituale mit dem Christentum eine unbiblische Religion hervorgebracht hat, die bis heute lebendig ist.

Denken wir einmal darüber nach: Falsche Traditionen im Christentum, Feiertage mit christlich klingenden Namen, die aber Gottes Anweisungen und seine heiligen Tage ignorieren. Dies sind weitere Beispiele dafür, wie Satan Wahrheit und Täuschung vermischt und das Falsche als das Richtige ausgibt.

Haben Sie sich schon einmal mit diesen Fragen auseinandergesetzt? In Jesaja Kapitel 8, Vers 20 steht eine wichtige Aussage: „Allein die Weisung und allein, was bezeugt ist! Wenn sie anders sprechen, gibt es für keinen von ihnen ein Morgenlicht“ (Zürcher Bibel).

Ihre Kirche auf dem Prüfstand!

Könnte Satan auch Ihr Denken beeinflusst haben? Lassen wir uns nicht von Satan beeinflussen und den wahren biblischen Glauben gefährden. Achten wir auf die Warnzeichen. Stellen wir uns diese Fragen: Verlassen Sie oder Ihre Gemeinde sich wirklich auf die ganze Bibel? Jesus Christus sagte, wir sollten „nach jedem Wort“ Gottes leben (Matthäus 4,4; Lukas 4,4).

Wird in Ihrer Kirche großer Wert darauf gelegt, Gott zu gehorchen und seinen Willen konsequent zu tun? Der Apostel Johannes schreibt: „Und daran merken wir, dass wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht“ (1. Johannes 2,3-4).

Wird in Ihrer Kirche über Sünde und die Notwendigkeit von einer grundlegenden Umkehr im Leben als Voraussetzung für eine Beziehung zu Gott gelehrt? Folgt Ihre Gemeinde der biblischen Praxis der Erwachsenentaufe und des Handauflegens, um Gottes Geist zu empfangen? Sie können noch einmal die bereits zitierten Bibelstellen lesen, die sich direkt auf diese Fragen beziehen. Sie werden sich in der Zwischenzeit nicht verändert haben!

Es ist wahr. Satan geht wirklich in die Kirche. Ich hoffe, dass Sie sehen können, wie die Religion vom Teufel verführt wurde und wie der wahre Gottesdienst darauf basieren sollte, was Gott wirklich von uns erwartet.

Es ist an der Zeit zu erkennen, wer unser Verständnis von Gott und der Heiligen Schrift verfälschen will. Satan liebt die Nachahmung und präsentiert seine Ideen als Wahrheit. Dabei dient sein Vorgehen immer der Bekämpfung Gottes und seines Vorhabens. Satan handelt immer nach der Bedeutung seines Namens: der Widersacher.

Uns geht es in diesem Beitrag darum, dass Sie sich vor Satans klugen Fälschungen schützen, denn wir möchten, dass Gott Sie zu seinem Volk zählt, das die Gebote Gottes hält und auf das einzige Fundament, Jesus Christus, vertraut (1. Korinther 3,11; Offenbarung 12,17). Es ist unser ernsthaftes Gebet, dass wir alle, wie Jesus in Johannes, Kapitel 4, Vers 23 sagte, unseren himmlischen Vater „im Geist und in der Wahrheit anbeten“.