Wie falsche Religion zur gefährlichen neuen Welt führt

Die Bibel offenbart einen kommenden diktatorischen Herrscher und falschen religiösen Führer, der unter Satans Einfluss fast die ganze Welt verführen wird. Wie werden wir dann reagieren? Unsere Reaktion auf die Verführung wird davon abhängen, wie gut wir die Heilige Schrift kennen und wie wichtig uns die biblische Wahrheit ist.

Von Steve Myers

Haben Sie schon einmal über den Teufel in der biblischen Prophetie nachgedacht? Wenn wir das Buch der Offenbarung lesen, lernen wir einige der wichtigsten Ziele und Motive des Teufels kennen. Und wir erfahren von Satans Hass auf die Menschheit, der zur Täuschung und künftigem Zorn führt. Dies liegt aber nicht nur in weiter Ferne in der Zukunft. Wir sind schon heute davon betroffen.

Beginnen wir mit der Offenbarung, Kapitel 12: „Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt“ (Verse 1-2). Bald erscheint ein Drache, der das Kind bei der Geburt verschlingen will (Verse 3-4). Der Drache wird als Satan, der Teufel, entlarvt (Vers 9).

Die fantastische und symbolische Bildersprache erzählt eine wichtige Geschichte, wie auch der Rest des Buches. Bei der Betrachtung einiger Symbole wird der Einfluss Satans nicht nur auf die Zukunft, sondern auch auf die Gegenwart sichtbar.

Der Krieg des Teufels gegen Gott und seine Nachfolger

Das Kind sollte über alle Völker herrschen und wurde in den Himmel entrückt (Vers 5), womit Jesus Christus gemeint ist, der nach seiner Auferstehung in den Himmel auffuhr. Die Frau war somit seine Mutter Maria, die ihn geboren hat.

Aber die Geschichte hat noch mehr zu bieten. Sie ist auch ein Symbol für das Volk Israel. In einem prophetischen Traum in 1. Mose, Kapitel 37 sieht Josef, der Sohn des Patriarchen Jakob bzw. Israel, die Sonne, den Mond und elf Sterne, die sich vor ihm verneigten. Das ist ein Zeichen dafür, dass seine Eltern und seine elf Brüder unter seiner Autorität standen.

Dies geschah tatsächlich, nachdem der Pharao ihm in Ägypten die Herrschaft über das Land übertragen hatte. Man beachte jedoch das Symbol der elf Sterne, die für elf Brüder stehen und einen weiteren für Josef. Die zwölf Sterne waren die Stämme der Nachkommen dieser Brüder, die zwölf Stämme Israels.

Aber die Frau in Offenbarung 12 symbolisiert mehr als nur die Familie Josefs. Der Sohn, der zum Licht der Welt erwählt worden ist, steht nicht nur für Christus, sondern auch für die anderen Kinder Gottes, wie die weitere Erwähnung der anderen Söhne (vgl. Vers 17) deutlich macht.

Die Symbolik der Frau umfasst hier nicht nur Maria als stellvertretende Mutter des Volkes Israel, sondern auch den kollektiven Leib des geistlichen Israel – die eine wahre Kirche, die aus allen Nachfolgern Christi besteht (vgl. Galater 6,16; Römer 2,29).

Die Erwähnung des Drachens, der darauf wartet, das Kind zu verschlingen, wenn es geboren wird, erinnert an das, was bei der Geburt Jesu geschah, als Satan einen Krieg gegen ihn anzettelte. Satan war die Macht, die hinter dem Römischen Reich stand, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden. Er benutzte Herodes, den von den Römern eingesetzten König des jüdischen Volkes, der jede Bedrohung seines Thrones beseitigen wollte, um Gottes Plan zu vereiteln.

In Matthäus, Kapitel 2 wird berichtet, dass Herodes, als er von der Geburt des Messias in Bethlehem erfuhr, alle Kinder unter zwei Jahren in Bethlehem und Umgebung töten ließ. Doch Gott ließ nicht zu, dass der Messias umgebracht wurde. Er half Jesus, Maria und Josef, nach Ägypten zu fliehen, wo sie bis zum Tod des Herodes blieben.

Und so wie Satan damals daran gehindert wurde, Christus zu vernichten, so wird er auch daran gehindert werden, diese Frau in Offenbarung 12 zu vernichten. Ihre Geschichte geht hier weiter, nachdem Christus in den Himmel aufgefahren ist. Wir sehen sie in die Wüste fliehen (Vers 6). Das Bild in Offenbarung 12 zeigt, wie die Kirche Gottes als Ganzes Zuflucht nimmt. Es gibt einen Ort der Zuflucht, den Gott für sie vorbereitet hat.

Satan wird Gottes Volk verfolgen

Gott beschützt sein Volk vor Satan, aber das ist nicht das Ende der Geschichte. Der Teufel wird nicht aufgeben. Er wird nicht aufhören, die Gemeinde zu verfolgen. Er ist entschlossen, Gottes Plan zu vereiteln. Er will alle Erfolgsaussichten Gottes zunichte machen. Und so wird er am Ende versuchen, Gottes Volk zu töten.

Er wird einen totalen Krieg gegen Gott, gegen seine Engel und auch gegen die Menschheit führen. Im Buch Offenbarung, Kapitel 12, Vers 7 wird berichtet: „Und es entbrannte ein Kampf im Himmel.“ Es handelt sich um ein zukünftiges Ereignis, das aber in der prophetischen Perspektive der Offenbarung in der Vergangenheitsform beschrieben wird, denn Gott „ruft das, was [noch] nicht ist, dass es sei“ (Römer 4,17; vgl. Jesaja 46,10).

Was ist das Ergebnis? „Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen“ (Offenbarung 12,9). Dies beschreibt eine Zeit, die bald vor uns liegt – kurz vor der Wiederkunft Jesu Christi!

Vers 12 sagt: „Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat“ (alle Hervorhebungen durch uns). Wenn Satan diesen Kampf mit Gottes Engeln verliert, wird er sich umdrehen und seinen Zorn auf das Volk Gottes richten, das durch die Frau und ihre Nachkommen symbolisiert wird (Vers 13).

Auch hier sind in erster Linie die Gemeinde Gottes und ihre Glieder gemeint, obwohl Satan auch dem Volk Israel große Bedrängnis bereiten wird. Dass die Kirche gemeint ist, geht aus Vers 17 hervor, wo es heißt, dass die Nachkommen der Frau, auf die es der Drache abgesehen hat, diejenigen sind, die die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben. Dabei sind nicht die gemeint, die sich allgemein Christen nennen, sondern alle, die an Gottes Gebote glauben und ihnen gehorchen.

Jesus hatte seine Jünger zuvor gewarnt: „Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen“ (Matthäus 24,9; Schlachter-Bibel). Einige von Gottes Volk werden diese Verfolgung überleben, andere werden den Märtyrertod erleiden. Aber wie könnte die heutige Welt zu einem Ort werden, an dem wahre Christen gejagt und getötet werden?

Satans Imperium verführt die Welt zur Anbetung eines falschen Gottes

Offenbarung 13 fügt der Geschichte noch etwas hinzu. Hier sehen wir ein Tier, das aus dem Meer steigt, sieben Köpfe und zehn gekrönte Hörner hat und einen gotteslästerlichen Namen trägt. Es wird als eine Mischung aus wilden Tieren beschrieben, aber es übt Macht und Kontrolle aus (vgl. die Abfolge der Königreiche in Daniel 7).

Die Rede ist also nicht von Tieren, sondern von einer Regierung. Es handelt sich um das geopolitische Zentrum der Macht des Römischen Reiches und um eine Reihe von Auferstehungen, die ihren Höhepunkt in der letzten Auferstehung zu einer geopolitischen Macht mit einem Führer finden, der die Welt in der Endzeit beherrschen wird.

Weiter heißt es: „Und der Drache [Satan] gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht“ (Offenbarung 13,2), was erklärt, warum die Köpfe und Hörner im vorhergehenden Kapitel (12,3) aus dem Teufel hervorgehen. Die Welt unterwirft sich der Macht seines Imperiums: „Und die ganze Erde wunderte sich über das Tier ... und sprachen: Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen? ... und ihm wurde Macht gegeben über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen“ (13,3-4. 7).

Das Tier steht hier sowohl für die kaiserliche Macht als auch für den Menschen, der sie anführt – ein diktatorischer Herrscher, der unter der Autorität Satans wirkt. Und der Teufel wird ihn als Hauptwaffe gegen Jesus Christus und zum Krieg gegen das Volk Gottes einsetzen. Was will Satan damit erreichen? Wir sehen, wie die Welt verführt wird, das Tier anzubeten und auch denjenigen, der das schließlich ermöglicht, den Teufel (Verse 4 und 8).

Seine Hauptmotivation ist, die Anbetung der Menschen in eine andere Richtung zu lenken. Der Teufel wird diesem kommenden Diktator die Macht geben, die Dinge so zu verändern, dass sie gut und wunderbar erscheinen, um Vertrauen und Hingabe zu gewinnen und eine falsche Ideologie zu fördern. Die politische und militärische Macht wird Hand in Hand gehen mit einem religiösen Kreuzzug, der darauf abzielt, die Welt unter die Herrschaft eines universalen Glaubens zu bringen.

Ein mächtiger falscher religiöser Führer der Endzeit

Etwas später, in Kapitel 13, wird ein zweites Tier beschrieben: „Und ich sah ein zweites Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner wie ein Lamm und redete wie ein Drache.“ Es brachte die Menschen dazu, „das erste Tier an[zu]beten“ (Verse 11-12).

Wer oder was ist nun dieses zweite Tier? Wir sehen hier ein Werkzeug Satans, das nach außen hin christlich aussieht und seine Position und Autorität dazu benutzt, die Menschen zu beeinflussen, den politischen Führer und seine Regierung anzubeten.

Durch scheinbar übernatürliche Erscheinungen verführt er die Massen zur Annahme falscher religiöser Lehren: „Und es tut große Zeichen, sodass es auch Feuer vom Himmel auf die Erde fallen lässt vor den Augen der Menschen; und es verführt, die auf Erden wohnen, ... dass alle, die das Bild des Tieres nicht anbeteten, getötet würden“ (Verse 13-15).

Könnte es sein, dass die scheinbaren Wunder dieses mächtigen religiösen Führers zum Teil auf den Einsatz von künstlicher Intelligenz, Computern und anderen technischen Tricks zurückzuführen sind? Wir wissen es nicht, aber übernatürliche Kräfte sind auf jeden Fall im Spiel, denn der Apostel Paulus sagt uns: „Jener aber, dessen Kommen das Werk des Satans ist, wird mit aller Macht auftreten, mit trügerischen Zeichen und Wundern“ (2. Thessalonicher 2,9; Zürcher Bibel).

Paulus nennt ihn auch „den Gesetzlosen“ (Vers 8; Schlachter-Bibel). Später in der Offenbarung wird er als der falsche Prophet bezeichnet (Offenbarung 16,13; 19,20; 20,10), der an der Spitze eines großen falschen religiösen Systems steht (vgl. Offenbarung 17).

Aber weshalb fallen die Menschen auf diese Täuschungen herein? Paulus gibt uns die Antwort: „Weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht in sich aufgenommen haben und sich nicht retten ließen“ (2. Thessalonicher 2,10; Zürcher Bibel).

Lieben Sie die Wahrheit? Kennen Sie die biblische Wahrheit überhaupt? Wir müssen uns fragen, ob wir wirklich der Wahrheit folgen, die Jesus Christus selbst gelehrt hat. Es ist ein Kampf um unseren Verstand, um unser Denken, um unsere Treue. Werden wir nachgeben oder werden wir Gottes Wort glauben und Christus folgen?

Die Gefahr ernst nehmen und jetzt handeln

Ist diese weltweite Verehrung von Herrschern und das Martyrium von Christen heute noch möglich? Die Kaiserverehrung gab es doch zuletzt vor langer Zeit im Römischen Reich, oder? Eigentlich ist es noch gar nicht so lange her – denken Sie nur an den Zweiten Weltkrieg. In Japan wurde der Kaiser wie ein Gott verehrt. Ebenso war die Verehrung Hitlers im Dritten Reich praktisch eine Anbetung.

Im Laufe der Jahrzehnte haben wir gesehen, wie falsche religiöse Führer ihre eigenen Anhänger in die Armut und sogar in den Selbstmord getrieben haben. Die Geschichte zeigt also, dass es möglich ist, und wir müssen erkennen, dass die Gesellschaft hinter den Kulissen von Satan und seinen Dämonen gelenkt wird.

Satans Einfluss auf die Gesellschaft wird einen starken öffentlichen Druck zur Folge haben. Diejenigen, die sich nicht an das System halten, müssen mit Strafen rechnen, die den Handel einschränken. In Vers 17 heißt es, dass niemand kaufen oder verkaufen darf, außer dem, der das Zeichen oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens hat. Da wird die Versuchung groß sein, ihm zu folgen. Aber wir sollten uns die Warnung des folgenden Kapitels zu Herzen nehmen: „Wenn jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Zeichen an seine Stirn oder an seine Hand [symbolisch für Verstand und Handlungen], der wird von dem Wein des Zornes Gottes trinken“ (Offenbarung 14,9-10).

Und doch wird Satan bis zum Ende diejenigen verfolgen, die sich seinem System nicht anschließen wollen – diejenigen, die Gott dienen und gehorchen. Wer sind diese Menschen? Das wird in der Offenbarung deutlich, wie wir gesehen haben. Es sind Christen, die die Gebote halten. Es sind Menschen, die Jesus Christus und seiner wahren Lehre in der Heiligen Schrift folgen und nicht dem falschen System des Tieres und des falschen Propheten.

Am Ende des Buches heißt es: „Glückselig sind, die seine Gebote tun“ (Offenbarung 22,14; Schlachter-Bibel). Viele Kirchengemeinden lehren heute, die Gebote Gottes seien aufgehoben. Doch hier, ganz am Ende der Heiligen Schrift, werden die wahren Christen, die die Gebote halten, gelobt und gesegnet.

Das sind die, die Gott, den Vater, und Jesus Christus lieben. Sie folgen Jesu Christi Lehren, gehorchen Gott und halten wie Christus den wahren Sabbat des siebten Tages. Das sind die, die Satan angreift. Aber sie sind es auch, die allen Grund haben, auf das gute Ende zu vertrauen. Die Herrschaft Satans beruht auf einer äußerlichen Frömmigkeit, die jedoch voller Lügen ist. Leider sind sich die meisten Menschen nicht darüber im Klaren, dass die Religion seit der Antike immer wieder falsche und gottlose Traditionen übernommen hat, um die Gebote Gottes außer Kraft zu setzen.

Diese Kapitel der Offenbarung haben also nicht nur eine prophetische Bedeutung für die Zukunft, sondern sie beziehen sich auch auf das, was bereits Vergangenheit ist. Die hier beschriebene gesetzlose Verderbnis hat sich auf die christliche Religion ausgewirkt. Abgefallene Lehrer setzten an die Stelle des biblischen Sabbattages den Tag der Sonne, den Sonntag, der ursprünglich von den Heiden zur Verehrung des Sonnengottes gehalten wurde.

Das Gleiche gilt für verschiedene Traditionen des heutigen Christentums, wie z. B. das Weihnachtsfest, das aus alten Traditionen zur Feier der Wintersonnenwende hervorgegangen ist.

Jesus warnte davor, die von Menschen geschaffenen Praktiken an die Stelle der Gebote Gottes zu setzen: „Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts sind als Menschengebote ... Trefflich hebt ihr Gottes Gebot auf, damit ihr eure Überlieferung aufrichtet!“ (Markus 7,7. 9).

Und damit werden grundlegende biblische Lehren, die vermeintlich christliche Konfessionen verändert haben, nicht einmal angesprochen. Dazu gehören die Darstellung von Gott, dem Vater, und Jesu Christi, das biblische Modell von Ehe und Familie und die Autorität der Bibel als Gottes Wort.

Wie werden Sie darauf reagieren?

Die Ereignisse, die in der Offenbarung vorhergesagt werden, werden uns und unsere Familie betreffen. Und sie sind bereits im Gange. Was werden wir also tun?

Unterschätzen wir niemals Satans Fähigkeit zu täuschen und zu verderben. Fallen wir nicht auf seine Täuschungen herein. Geben wir unbiblische Praktiken auf, wenn wir sie in unserem Leben finden. Wir wissen, dass Satan in Kirchengemeinden eindringt. Er hat das Christentum bereits unterwandert und will die Botschaft und auch uns weiterhin kontrollieren. In der Zukunft wird er dem Tier die Macht geben, gegen das Volk Gottes zu kämpfen.

Doch es besteht Hoffnung! „Deshalb ordnet euch Gott unter! Leistet dem Teufel Widerstand, und er wird vor euch fliehen. Nähert euch Gott, und er wird sich euch nähern“ (Jakobus 4,7-8; Gute Nachricht Bibel). Lassen Sie uns gemeinsam die ursprüngliche Anbetung des wahren Gottes suchen und beten wir dafür, dass unser Schöpfergott uns die notwendige Erkenntnis offenbart!